Happy Endings
Das Thema der Unschuld.1 Das ist genau, was Seth2 auch geschrieben hat: Die Menschheit hat das Thema „Schuld“ noch nicht gemeistert. Doch jetzt ist es an der Zeit, alles zusammenzufassen und also auch dieses Thema mit ins Boot zu nehmen; zu erkennen, daß es so etwas wie „Schuld“ nicht gibt. Es gehört dies zum Aufwachen dazu, ist ein Aufwachthema, denn in der Transformation des Dualen erkennt man die Gleichrangigkeit von Allem sowie die Verbundenheit allen Bewußtseins: daß das Duale und alle diesbezüglichen Themen lediglich ein spezifischer Erfahrungsraum sind, der eingebettet ist in etwas wesentlich Größeres, ein Teil ist eines Großen+Ganzen. Daher ist alles Leben immer Leben, das sich in seinen spezifischen Parametern ausdrückt und im jeweiligen Bezugsrahmen neue Möglichkeiten erkundet und auslotet. Niemals kann hier ein „Schlechtes“ existieren. Diese Art der Wertung gehört lediglich zu dem eingegrenzten Wahrnehmungsbereich, der das Erkunden dieses eingegrenzten Bereiches überhaupt erst ermöglicht.
Die ganze Schuldfrage und mit ihr ein Täter-Opfer-Denken ist implizierter Teil unseres dualen Ausdrucks. Wären wir stets im Hier+Jetzt und auf unsere Verbindung fokussiert und unsere Einheit mit Allem-was-Ist, könnten wir unmöglich all diese wundervollen Erfahrungen machen und aus ihnen all die Erkenntnisse ziehen, die ein Denken in Gegensätzen mit sich bringt und für uns bereithält. Denn dies ist es doch genaugenommen: Das Bewußtsein ist auf Erkenntnisse aus, könnte man sagen; und daher sind wir abenteuerlustig und erfinderisch und probieren die abgefahrensten Sachen aus, um der Erfahrung willen und den Erkenntnissen, die jeweils Teil einer Erfahrung sind.
Keiner will sich je „schlecht“ fühlen, das ist schon wahr; aber denk mal darüber nach, welchen Erkenntnisgewinn du allein dadurch erhalten hast, daß du sagen kannst „Ich weiß, was Traurigkeit ist“. Zu hundert Prozent immer nur glücklich sein bis in alle Ewigkeit nimmt sich dagegen wie eine Schlaftablette aus. Wo findet sich Erkenntnis im Immergleichen? Eine Erweiterung der Erkenntnisfähigkeit kann nur durch den Faktor des Unbekannten hervorgebracht werden. Und das bedeutet das Zulassen einer Komponente des Unbekannten im allgemeinen Erlebensfeld und hiermit: ein winzhaftes Heraustreten aus der „Einheitsperspektive“.
All unser Erleben und all unsere Erkenntnisse bilden sozusagen das „Innenleben“ von Alles-was-Ist. Würde Alles-was-Ist Nabelschau halten, so wären hier all diese wundervollen Erkenntnisse, aufregenden Abenteuer, Tragödien, Dramen und daher auch Happy Endings zu finden. Das Erleben des Dualen ist eine unermeßliche Bereicherung unseres Bewußtseins, ein Erleben gekoppelt mit einer Erkenntnistiefe, die einzigartig ist. Auch aus diesem Grund – und vielleicht sogar hauptsächlich aus diesem – ist die Menschheitserfahrung eine möglicherweise außer-gewöhnliche.
Der Fisch im Teich schwimmt beseelt von hier nach dort, doch plötzlich fällt ein Stein ins Wasser und kräuselt die Wellen, bringt etwas in Bewegung, und etwas, von dem der Fisch keinerlei Kenntnis besitzt, schwebt durch seinen Wahrnehmungsraum: Etwas Einzigartiges ist passiert, etwas Neues, etwas Außergewöhnliches. Und dieses Ereignis erst kann dem Fisch neue Erkenntnisbereiche erschließen.
Welch wunderbare Welt, in der wir doch leben! Wie aufregend es doch sein muß, überhaupt eine Erfahrung des „Todes“ machen zu können! Wir, die wir ewige Wesen sind.
(Spax 12.5.15)
Fußnoten
- In einem Video von Roxie: Jane Roberts – The Speakers (ab ca. 4:00). Roxie ist ein Open Channel und channelt verschiedene Wesenheiten.
- Seth ist eine Entität, die von Jane Roberts gechannelt wurde (siehe Bücher). Roxie channelt nun manchmal Seth sowie auch Jane.














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