Energie, Scotti !
Ganz erstaunliche Erkenntnis gehabt gestern – so erstaunlich wie banal und simpel – wie alles wesentliche eben… Gestern konnte ich spüren, wie tief dieser Glaube in mir verwurzelt ist, daß ich arbeiten oder hart arbeiten müsse, um ein klein wenig Geld zu haben; daß ich glaube, ich müßte für ein paar Kröten meine Seele verhökern. Ich glaube das wirklich, denn so geht das in meinem Hirnskasten dann vor sich: „Tja, der Auftrag ist jetzt um einiges reduziert, also nur noch 1x im Vierteljahr und dann auch nicht diese Menge wie jetzt.“ Und schon beginnt etwas – meine ewige Sorge vermutlich – in mir zu rechnen und platzt heraus mit dem Gedanken: „Ogott, ich brauche einen anderen Job/Nebenjob, denn davon kann ich nicht leben“ – dann fängt es an in mir zu rechnen, weil es eben diese hartnäckige Stelle gibt in mir, die permanent jeden einzelnen Cent umdreht und im Kopf hat und damit rechnet und spart und meine Gedanken einschränkt… Meine Gedanken, sie sind ans Geld geknüpft wie Sklaven. Besser ist es, diese Art Gedanken aufzuknüpfen wie Banditen. Aber meine Gedanken an sich sind ja „bloß“ Energie.
Energie denkt nicht, Energie ist ein Spannungsfeld, das entsteht. Energie, das ist der Transporteur für einfach alles: für Gedanken, für Materie, für einfach alles! So, wie wenn man sich vorstellt, daß es keinen „leeren“ Raum gibt, sondern der „Raum“ (das All, alles was wir als Räume wahrnehmen, in denen sich „nichts“ befindet) angefüllt ist mit dieser unermeßlichen Energie. Es ist ein Potential. Das ist diese universelle unermeßliche Energie, die wir zur Verfügung haben! Sie ist einfach da. Und was Energie „tut“, ist: sie richtet sich aus. Dadurch, daß ich durch Gedanken zum Beispiel Energie auflade, versehe ich sie mit Spannung, d.h. ich gebe ihr eine Richtung. Die Richtung und „Menge“ von Energie, die ich „auflade“ und „ausrichte“ hängt mit meinem Fokus zusammen, den ich auf eine Sache oder einen Gedanken richte; d.h.: mit meinem Willen.
Und hierbei ist es gleichgültig, ob ich dies bewußt oder unbewußt tue! – einfach dadurch, daß mein innerer Fokus und somit mein Gesamtfokus (um den ich weiß oder nicht weiß) auf irgendetwas Bestimmtes oder Unbestimmtes ausgerichtet ist, setze ich diese Energiemassen in Bewegung! Auch von diesem Aspekt her ist es sinnvoll, zu ergründen, welche Gestalt oder welchen Inhalt die eigenen Glaubenssätze1 haben, denn zu genau dieser Gestalt wird sich die Energie, die ich hierdurch ausrichte, formen.
Die Richtung und Verdichtung der Energie ist ein Potential, eine Möglichkeit – und eben eine von un-endlichen! Durch Ideen (bewußt oder unbewußt), durch Gedanken (bewußt oder unbewußt), durch unsere Glaubenssätze (bewußt oder unbewußt) sowie durch unseren Willen wird dieses unermeßliche Energiepotential ausgerichtet! Das ist reine Physik! Ich erzeuge einen Energiestrom, der in eine bestimmte Richtung fließt. Und durch meinen Fokus oder Willen oder eine Idee, die emotional aufgeladen ist, bündelt sich die Energie und fließt in genau diese Richtung. Je klarer der Fokus, desto kraftvoller der Energiestrahl.
Daher ist das genau so: je mehr z.B. eine Person oder ein Bewußtsein um die eigenen Gedanken weiß und die verborgenen Glaubenssätze aufgedeckt hat, die in der Gesamtausstrahlung immer mitschwingen, desto klarer ist der Fokus und somit die Schwingung, die ich aussende. Die eigentliche Power hinter dem Energiefluß ist der Wille und das Bewußtsein. Selbst wenn ich mir über viele Dinge, die allgemein in meinem Bewußtsein schwingen, nicht (tages)bewußt bin, kann ich dennoch durch einen intensiven gezielt gerichteten Fokus Energie in eine bestimmte Richtung bündeln.
Abraham:2 „Alle Dinge sind zwei Dinge“. Sobald ich mich auf eine Sache fokussiere, habe ich eine Münze mit zwei Seiten in der Hand: das („Ding“), welches ich will sowie die Sorge oder den Zweifel, ich könnte dieses Ding nicht bekommen oder erreichen. Das heißt: Wenn ich weiß, was ich will (z.B. Geld) und fokussiere mich darauf, daß ich viel Geld haben will, nehme ich zeitgleich mit in meinen Fokus all die Ängste und sonstigen Glaubenssätze, die ich mit diesem Thema verbinde. Ich halte immer beides in der Hand: das, was ich will, mit der Angst, es nicht zu bekommen. Und daher funktionieren so unendlich viele Fokus-Übungen nicht, weil die eigenen Ängste immer mit im Boot sitzen (ein Teil von der Schwingung sind, die ich ausstrahle). Von daher ist es am wahrscheinlichsten, daß sich nicht wesentlich etwas ändert, auch wenn ich ewige Zeiten irgendwelche Übungen mache.
Da Energie selbst kein Bewußtsein hat, sondern neutral ist, ist es möglich, z.B. Dinge (oder Orte) mit Energie aufzuladen. Die Emotionen bestimmen die Ladung quasi, also: Je stärker der Fokus/Wille/Emotion, desto stärker ist ein Teil/Sache/Gedanke aufgeladen. Solcherart gebündelte Energie besteht fort und ist quasi „unveränderlich“. Der Wille hinter der Ausrichtung oder der Fokus wirkt wie ein Motor: Wenn ich also einer Sache permanent weiter Energie hinzufüge, wächst sie. So ist die „Batterie“ entstanden, die die David-Néel3 geschaffen hat durch ihren Wunsch, einen Partner oder Begleiter zu haben; bis zu dem Punkt, wo andere diesen imaginären Begleiter sehen konnten – eine Gedankenform, die einfach aufgeladen ist durch eine starke Sehnsucht und die Vorstellung, es wäre jemand da. Da eine solche Figur/Struktur aber eben auch ein Teil ist von mir selbst und meine eigene Kreation, beinhaltet eine solche Figur gleichfalls das Potential meiner Ängste (z.B. der Nichtexistenz). Als David-Néel dies erkannte, hat sie diese „Batterie“ wieder langsam entladen, bis diese Struktur sich wieder aufgelöst hat. g Gedanken sind Dinge und erschaffen Dinge! – einfach weil ich durch meine Gedanken, meinen Willen, Energie ausrichte. Gemeint sind nicht die normalen Kopfgedanken, die in ihrem ewigen Automatikstrom vor sich hin plappern, sondern jene Ideen und Gedanken, die emotional aufgeladen und willentlich fokussiert sind. (Die unbewußten „Automatikgedanken“ reproduzieren lediglich das Immergleiche.)
Und genau deswegen funktionieren „Wunscherfüllungen“ besser in Notsituationen: denn wenn man mit dem Rücken an der Wand steht, hat man keine Zeit mehr für vage Möglichkeiten oder Zauderei, man muß Hier + Jetzt eine kraftvolle Entscheidung treffen. So wird die Kraft jener Energie dadurch generiert, daß man sich entscheiden muß, man hat keine Zeit mehr für müßige Gedankenspielereien. In solchen Momenten ist man fokussiert auf ein einziges Ziel, eine einzige Sache – und daher erfüllen sich derartige Entscheidungen/Wünsche quasi instantly, eben weil sie so stark zielgerichtet und klar sind (also nicht getrübt durch zig andere Gedanken und all die Zweifel etc.).
Mit dieser Art Energie, erzeugt durch einen sehr klaren Fokus, können auch Gegenstände aufgeladen werden. Es ist nichts anderes als daß ich im Prinzip einem Gegenstand sage, was er ist und er wird sich entsprechend ausrichten (mit dieser Energie aufladen).
Auch mein Körper ist nichts weiter als ein verdichtetes Energiefeld: Er gehorcht meinem Bewußtsein. Er wird immer genau das Bild (die Form) annehmen, die ich mir „vorstelle“. Nähre ich ihn z.B. mit Ängsten vorm Dicksein, so ist das die Energie mit der ich ihn füttere. Das ist der Grund, weshalb Diäten oder sonstige Dinge nicht funktionieren, es hängt mit meinem Fokus zusammen und der Energie, wie ich sie lenke. Das ist ebenfalls der Grund, weshalb Gestaltwandlung funktioniert. 1) weil ich annehme, daß es möglich ist, 2) weil ich in der Lage bin, meine Energie entsprechend zu bündeln und auszurichten, und 3) indem ich weiß, daß ich nur ein „verdichtetes Energiefeld“ bin (also mein Körper, der von meinem Bewußtsein aufrechterhalten wird).
Weil wir in dieser physischen Welt lernen, vollkommen abstruse Dinge für real zu halten, sind sie real für uns: Ich glaube, daß ich „geboren wurde“, wohingegen sich einfach nur ein Teil meines Gesamtbewußtseins darauf fokussiert, in einer bestimmten Weise sich zu verdichten, um Erfahrungen zu machen. Mein Körper ist mit dieser Art Fokus aufgeladen. Und weil ich mit und durch diesen Fokus, der von meinem „persönlichen Gesamtbewußtsein“ ausgeht, meinen Körper überhaupt erst forme, ist natürlich jede einzelne Zelle aufgeladen mit dem gesamten Wissen dieses Motors – des Ursprungs, des Fokusses, der mein Gesamtbewußtsein ist. Alle Materie ist lediglich fokussierte Energie (erzeugt durch das Bewußtsein, geformt mit einer Idee), die sich verdichtet.
All das wissen wir noch sehr genau, wenn diese spezielle Bewußtseinsidee (ein Mensch zu sein) sich im Körperlichen als „persönliches Bewußtsein“ manifestiert. Wir sind nichts anderes als eine spezielle Idee, die sich mit dem Fokus auf bestimmte Attribute aussendet. Eingebettet ist diese „persönliche Fokussierung“ in das „Kollektivbewußtsein“, den kollektiven Traum, der ganze Welten formt. Das ist die etwas übergeordnete Ebene, welche eine „größere Idee“ fokussiert oder „träumt“, die sich verdichtet zu Planeten und Welten und Universen… Indem wir also auf diese spezielle Welt geraten, verbinden wir uns gleichfalls mit der Kollektiv-Idee, an der ein „Massenbewußtsein“ arbeitet (also viele Einzelbewußtseine, die an dieser speziellen Idee beteiligt sind und diese nähren und spannend finden). Diese Massenidee, dieser Massenfokus kreiert die Verdichtung z.B. dieser speziellen Welt, auf die sich alle, die daran beteiligt sind, geeinigt haben. Auch das weiß ich, wenn ich als Kind „geboren werde“. All dies weiß ich noch, sobald ich hier lande als Neugeborenes. Und dann wird′s spannend, denn – obwohl ich weiß, daß ich selbst mich kreiert habe als Mensch oder Wesen und genau diese Macht immer und überall in meinen Händen liegt (die Macht, mein eigenes Bewußtsein zu fokussieren), gerate ich in ein sehr verdichtetes Spannungsfeld, kreiert durch all die verschiedenen Ideen, die hier im einzelnen und kollektiv fokussiert sind. Und auch wenn es im Kern nicht wirklich möglich ist, meinen eigenen „Fokus“ der Ursprungsidee zu verändern, die ich bilde, so gerate ich doch in ein Feld, in dem kollektiv (also jetzt auf irdischer, materieller Ebene) ganz bestimmte spezielle Ideen (bzw. Glaubenssätze) fokussiert sind. Und dieser Kollektiv-Fokus der jeweiligen Gesellschaft/Familie etc., dem mein persönliches Bewußtsein jetzt ausgesetzt ist, ist ohne Unterlaß vom ersten Atemzug an auf mich gerichtet.
So entsteht die „Aufspaltung des Bewußtseins“ in jenen Teil, den ich als „wahr“ und „richtig“ empfinde (der Teil, den wir dann später als „Seele“, „höheres Selbst“ o.ä. beschreiben) und jenen Teil, der diese Welt/Gesellschaft/Familie etc. auf eine bestimmte Weise beschreibt. Am Anfang „wehrt“ das Kind sich, weil es den Fokus für die eigene „bewußte Ganzheit“ nicht verlieren will – jenen Teil, der genau weiß, daß er selbst sein eigenes Produkt des eigenen Fokus‘ ist, mit der Absicht, eigene Ideen weiter zu verdichten und in dieser Illusionswelt mit anders ausgerichteten persönlichen Bewußtseinen zu interagieren; just for the fun of it!, einfach, weil wir dies können, weil dies möglich ist.
Und dann geschieht quasi dasselbe wie wenn ich – bewußt und absichtlich – einen Gegenstand mit Energie auflade oder eine „Batterie“ erzeuge: Durch den konstanten und vehementen Kollektiv-Fokus all der Bewußtseine des Umfeldes, in das ich mich hineinbegebe, werde ich selbst mit dieser Energie aufgeladen; d.h. mit genau all jenen Ideen und Glaubenssätzen, die jeweils vorherrschen. So lerne ich nach und nach in diese „zweite Haut“ zu schlüpfen; zunächst noch mit dem Wissen, daß ich „ein wenig mitspiele“, obwohl ich genau weiß, daß alles ganz anders ist; aber peu à peu werde ich aufgeladen wie eine Batterie – mit Glaubenssätzen, Ängsten, Vorstellungen und Ideen, die nicht den meinen entsprechen. Peu à peu verliere ich hierdurch meine eigene Wahrnehmung (vielleicht auch, weil niemand sie teilt oder spiegelt) und lerne die „Beschreibung der Welt“ meines Umfeldes.
So lernen wir, unser Bewußtsein aufzuspalten in jenen Teil, der unsere „Ganzheit“ ausmacht und jenen Teil, der nichts weiter ist als die Energie einer aufgeladenen Batterie (der Fokus meines Umfeldes mit sämtlichen Glaubenssätzen). So lernen wir nach und nach uns selbst irgendwann für diese Batterie zu halten und reproduzieren all die Ideen und Glaubenssätze, mit denen wir aufgeladen wurden. Und es dauert nicht lang und wir halten uns selbst für die Idee der anderen, und beginnen, durch diesen künstlich erzeugten Fokus zu schauen und genau diese Ideen und Vorstellungen zu repräsentieren, die auf uns projiziert wurden und werden. Allerspätestens wenn wir „mental aufwachen“ (als Teenies) sind wir selbst bereits eine Repräsentation dieser künstlich erzeugten Ideenmuster. Der Schmerz allerdings, der aus dem Wissen stammt, daß eigentlich alles ganz anders ist oder „sein sollte“, der begleitet uns dann lebenslang. Immer dieses nagende Gefühl, daß da doch noch etwas anderes sein müßte… mehr Glück, mehr Zufriedenheit, mehr eigenes Leben. Aber davon sind wir jetzt abgeschnitten, weil wir selbst nur noch durch den Fokus jener Batterie schauen (viele nennen es die „Ego-Struktur“, ich nenne es die „Zweitpersönlichkeit“) und wir unsere Empfindungen von Einheit, Ganzheit und Verbundenheit (mit dem Selbst, dem persönlichen Bewußtsein) von uns abgeschnitten bzw. weg-fokussiert haben.
Und natürlich wird es nicht besser! Denn je länger wir weiterhin daran rätseln, wieso das Leben nicht funktioniert für uns, sind wir weiterhin dem Fokus unseres Umfeldes ausgesetzt und hören immer und überall dieselben Sätze – immer und immer wieder, es scheint also nichts anderes zu geben. Und weil wir ja mittlerweile selbst durch diese Brille schauen, glauben wir, wir könnten etwas verändern, indem wir etwas anderes tun – einen anderen Beruf, eine andere Schule, ein anderes Hobby etc. – und dann, ja dann wären wir glücklich/frei/zufrieden. So wird unser Leben zu einer einzigen „Suche nach dem Wahren“, nach dem Ding, das funktioniert; aber nichts, nichts von alledem wird uns diese Befriedigung bringen, denn wir schauen durch die künstliche Brille.
Weil weiterhin einer der stärksten Glaubenssätze dann ist, daß man alt wird und damit gebrechlich und vielleicht noch dumm, werden wir genau das; und erkennen, daß das Leben vielleicht nicht so war, wie wir glaubten, daß es hätte sein können („wenn nicht die Anderen…“). Doch nehme ich an, daß zuallermeist jener andere trügerische Mechanismus greift, der mit diesem künstlichen Fokus einhergeht: Da man schon längst nicht mehr erkennen kann, was man hätte anders machen (d.h. tun) können, redet man sich ein, daß alles schon gut oder richtig war – oder in vielen Fällen das sogenannte „Schicksal“ dies alles so „herbeigeführt“ hat. Denn dies gehört mit zu dieser Art der Sichtweise: daß wir unsere eigenen Entscheidungen einbauen in unser künstliches Weltbild, da dieses Weltbild ja offenbar aus nichts anderem besteht.
Schlußendlich lauert das „Gespenst des Todes“: Wir fürchten uns das ganze Leben vor jenem „Monster“, das uns „eines Tages holt…“ Und warum fürchten wir uns?, weil wir vergessen haben, daß auch dies eine Entscheidung ist, eine Entscheidung, den Fokus wieder anderswohin zu legen. Da wir – bis auf ein paar wenige Jährchen ganz zu Beginn, durch dieses rigorose Training uns nicht mehr selbst als verantwortlich empfinden für unser Leben, dessen Umstände oder auch eigene Taten, wie sollten wir noch erkennen können, daß auch – wie alles andere! – das Ausscheiden aus diesem Bewußtseinsspiel eine eigene Entscheidung ist und nichts weiter als die Verlagerung des Fokusses?! Nun, die meisten werden zeitgleich überrascht sein und sich erinnern, wenn sie sterben: 1) daß der Tod eine Illusion ist und das Bewußtsein nicht betrifft und 2) erkennen, wie irreal das soeben gelebte „Leben“ ist oder war. Zeitgleich werden sie Frieden schließen damit und sofort wieder verbunden sein mit ihrem Fokus des persönlichen Bewußtseins (und sich lebendig fühlen wie nie zuvor!).
Deshalb sagen all jene, die während des physischen Lebens aufgewacht sind (also aus diesem Illusions-Traum), man müsse „während der Lebenszeit sterben“, um aufzuwachen. Es ist nichts anderes als sich wieder mit dem eigenen Fokus, der eigenen Freude, wieder mit dem eigenen Bewußtsein zu verbinden. Um dies allerdings tun zu können, muß man erkennen können, daß man in diesem Traumfokus verhaftet ist – und das wiederum kann man eigentlich nur erkennen, wenn man aufgewacht ist.
Nochmal zur Balance: Balance ist der Neutralpunkt, aus dem alles entsteht (das Potential). Daher ist alles, was ist oder entsteht automatisch in Balance. Ein Nullpunkt kann nicht „ausbalanciert werden“, denn er ist bereits die Balance. Auch hier unterliegen wir einer Fehlannahme oder Illusion. Jede Sache und jedes Ding ist von Natur aus neutral; nur unsere Bewertungen sind es nicht. Es geht also weniger darum, eine Balance „zu schaffen“ auf einer Welt oder in irgendwelchen Zusammenhängen, sondern quasi in unseren Glaubenssätzen. Das bedeutet: sobald ich aufhöre, Dinge zu bewerten, und sie einfach so lassen kann wie sie sind, kann ich Balance empfinden – nicht einmal erschaffen, denn jedes Ding/Situation etc. ist bereits: neutral.
Es geht also immer und überall nur und ausschließlich um das Bewußtsein. Keine Idee, die ich je habe, ist „gut“ oder „schlecht“, es ist einfach eine Idee, ein Gedankenmuster, das Energie in eine (bestimmte) Richtung fokussiert. Energie ist weder gut noch böse, sie wird nur mit „Absichten“ aufgeladen; Energie ist quasi das Transportmittel für Ideen.
Man mag sich also fragen, worin „der Sinn“ einer Existenz liegt – nun, genau darin: zu existieren. Und sobald wir den starken Fokus zurücknehmen einer z.B. physischen Existenz, sind wir wieder komplett und verbunden mit unserem ursprünglichen persönlichen Bewußtsein. Diese Art des ursprünglichen Seins äußert sich durch die spontane Umsetzung jener Idee, die mich momentan inspiriert: ich spüre einen Impuls und folge diesem ohne zu zögern, instantly.
Gestern habe ich gelesen, daß quasi unsere Mythen – also nicht wirklich die jeweiligen Erzählungen, sondern mehr das Verbunden-sein mit etwas Magischem – uns zu dem macht, was wir sind und unsere Evolution bestimmt (also jetzt menschheitsgeschichtlich). Das ergibt Sinn. Das verdeutlicht auf jeden Fall, weshalb eine rein auf den Verstand ausgerichtete Kultur quasi „leblos“ ist und nicht gedeihen kann. Jede andere Kultur in unserer Vorgeschichte war in diesem Sinne lebendiger als unsere westliche Kultur. Denn ein magischer Raum ist wandelbar! In einem magischen Raum gibt es „Wunder“, und ein Wunder kann alles beinhalten; ein magischer Raum impliziert zumindest die Möglichkeit, daß ein „Wunder“ geschehen könnte in genau die Richtung, die ich mir wünsche. Ein magischer Raum beinhaltet, daß selbst wenn ich glaube, ich selbst könne keine Wunder vollbringen, doch andere dazu in der Lage wären (Hexen, Zauberer, Schamanen, Priester etc.). Das bedeutet insgesamt: man ist sehr viel weniger abhängig von jedweden Umständen, denn man glaubt an Wunder oder an Änderung; man glaubt daran, daß „das Glück“ einen selbst auch mal ereilen kann.
Im Gegenzug muß man in einer Verstandeswelt alles 1. selbst und mit den eigenen Händen erledigen und 2. funktioniert in solch einer Welt alles nur und ausschließlich auf jenen physischen Gesetzen oder sogenannten „wissenschaftlichen Erkenntnissen“, die von einer Obrigkeit anerkannt und „verordnet“ werden (etwas ist „wahr“ oder hat Gültigkeit, sobald es in der Zeitung steht). Dies macht den Spielraum für eigene Handlungen oder Ideen extrem eng. Lasse ich hingegen zu, daß es auch magische Räume gibt, so bin ich sofort wieder viel näher an meiner Ursprungsenergie, d.h. habe wieder Zugang zu Bereichen des Bewußtseins, die in der Verstandeswelt abgespalten sind.
Es ist genau so, wie Abraham es sagen: Die Welt, die du erfährst und erlebst, gleicht exakt der Geschichte, die du erzählst – über diese Welt, über dich selbst und deine Möglichkeiten darin. Und daher ist es richtig, wenn Sasha4 sagt, daß Welt-Vorstellungen, die mit dem „magischen Raum“ verbunden sind, wesentlich flexibler sind – z.B. um neue Ideen zu verankern oder z.B. aus einer 3D-Welt eine 4D-Welt zu erschaffen.
Es hat nichts damit zu tun, „die Welt zu retten“ oder sonst etwas, es geht immer und überall nur und ausschließlich um den Fokus des Bewußtseins. Sobald ich aber eben der Überzeugung unterliege, ich hätte weder ein Bewußtsein noch könne ich durch Fokussierung meiner Energie oder Ideen auch nur irgendwas erreichen oder einen Einfluß nehmen, entziehe ich mir selbst jeden „Lebenssaft“ und lande bei einer spröden, nicht gut funktionierenden Welt, die abhängig ist. Abhängig von den Vorstellungen und Wünschen anderer, denn ich selbst habe mich ja davon überzeugt, daß ich „keine Macht“ über irgendetwas habe in meinem eigenen Leben. Und Vorstellungen, Träume, Geschichten, Magie gar, das wären alles „Kindermärchen“, die nichts bewirken oder ausrichten können. Auf diese Art und Weise bin ich immer und überall abhängig von Entscheidungen, die andere treffen (ganz gleich ob für mich oder allgemein).
Diesen Teufelskreis kann ich erst durchbrechen, wenn ich wieder zu der Überzeugung gelange, daß ich selbst Einfluß nehmen kann auf meine eigenen Kreationen. Und zwar nicht durch „die Arbeit meiner Hände“, sondern in meiner Vorstellung, in meiner Überzeugung – ganz gleich, ob ich an Wunder glauben mag, an Geschichten, oder die Kraft des eigenen Bewußtseins. Und Hand in Hand geht hiermit die Übernahme der Verantwortung; denn erst, wenn ich weiß, daß ich selbst Schöpfer, Erbauer und Magier meiner eigenen Welt bin und meines eigenen Lebens (und zwar mit allem und jedem Detail, das sich darin befindet), werde ich auch lernen und in der Lage sein, hieran etwas zu verändern. Die Geschichte, die ich mir stets selbst erzähle, über mich und meine Welt, mein Sein und Gewordensein, erzeugt exakt die Welt, die ich erlebe und erfahre –ganz gleich, ob mir dies bewußt ist oder eben nicht.
Indem ich also feststelle, daß ich „mehr Geld“ oder deswegen (!) einen anderen Job brauche, bedeutet, daß ich garnicht daran glaube, daß ich Geld auch ohne Job in ausreichender Fülle und regelmäßig bekommen könnte oder haben dürfte. Sofort, sobald eine Geldquelle versiegt ist, die mich eine zeitlang „genährt“ bzw. abgesichert (untendrunter geht es immer um das Gefühl der Sicherheit) hat, denke ich automatisch in die Richtung von: Was will ich denn als nächstes mal arbeiten?! So habe ich mir selbst diesen Teufelskreis geschaffen, der keinen Ausweg läßt; das ist mein eigener Glaubenssatz, der bei mir das Geld mit der Arbeit verknüpft. Plus – und das ist wichtig –, daß ich überhaupt glaube „arbeiten gehen zu müssen“. Arbeit ist für mich ganz offensichtlich etwas negativ definiertes, etwas, das immer einen Zwang beinhaltet, etwas tun zu müssen, was ich nicht will – ganz gleich, ob es sich hierbei um Schule, Studium oder eine Erwerbstätigkeit handelt. Und deshalb sagen Abraham, daß man anfangen muß, sich selbst eine andere Geschichte zu erzählen – und zwar genauso vehement, wie die vorige als unbewußter Glaubenssatz einzementiert wurde.
Zudem denke ich ja immer noch, ich sei „blockiert“ oder „etwas“ würde mich blockieren; und schon mache ich mich auf die Suche nach einer möglichen Blockade. Welchen Fokus verwende ich denn dann?? 1) den Fokus, ich sei blockiert und 2) den Fokus, viele Probleme und Handicaps zu finden. Es geht nicht darum, weitere Probleme zu suchen und mich damit noch mehr auszubremsen, sondern die Angel auszuwerfen in Richtung meiner eigenen Träume und Vorstellungen und mich mit diesem Fokus und dieser Energie zu verbinden. Das ist es immer wieder und überall: lebe das Leben, was du Leben willst! Verbinde dich mit deinen Wünschen anstatt mit einer Vorstellung irgendwelcher Hindernisse/Blockaden/Probleme. Es genügt nicht, mir vorzustellen, oder mir mental einzureden, Geld fiele für mich vom Himmel oder irgendeine mysteriöse Bestimmung, von der ich grad keine Kenntnis habe; die neue Geschichte muß Durchschlagskraft haben – und damit sie diese Kraft erhält, muß ich sie mir permanent erzählen und nicht bloß hin und wieder und nicht nur in „Notsituationen“. Damit sie Durchschlagskraft bekommt, braucht sie Leben, braucht sie eine emotionale Verbindung, braucht sie den magischen Raum! Denn erst der Glaube an meine eigene Geschichte wird sie auch dauerhaft hervorbringen können.
Wir aber machen das verkehrtherum: Wir betrachten unsere Realität und sagen: das ist der Beweis, die Realität ist so und so – ohne in Betracht zu ziehen, daß wir sie so-und-so ja erst erschaffen haben und dadurch, daß wir sie für starr + fest + unausweichlich und so real halten, sind wir nicht in der Lage, daran auch nur ein My5 zu verändern. Erst wenn wir in der Lage sind, diese starre Vorstellung aufzugeben, kann sich überhaupt etwas daran verändern. Erst wenn ich anfange daran zu glauben, sie könne auch wirklich anders sein, erhält sie bzw. unsere Vorstellungen von ihr (der Realität) ein wenig mehr Flexibilität für Wandlung, vorher nicht. Ohne den magischen Raum bleibt es ein reines Gedanken- bzw. Verstandeskonstrukt, was nicht die lebendige Energie besitzt, um auch nur irgendetwas daran zu verändern.
Fußnoten
- Ein Glaubenssatz ist ein Satz (oder eine Annahme etc.), den ich mir wiederholt vorsage. (Diese schöne Definition habe ich von Abraham gemopst. Abraham ist ein nichtphysisches Kollektivbewußtsein und wird gechannelt durch Esther Hicks.)
- Eine von Esther Hicks gechannelte nichtphysische Entität.
- Alexandra David-Néel (1868–1969) lebte viele Jahre in Asien. Sie studierte bei einem buddhistischen Lama und wurde als erste Europäerin selbst in den Stand eines Lama erhoben. In Verkleidung bereiste sie verbotenerweise Tibet und besuchte Lhasa.
- Von Lyssa Royal gechannelte Persönlichkeit plejadischer Herkunft.
- My = physikalische Einheit: 10-6 (ein Millionstel – also etwas sehr winziges, sehr kleines).














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