Ignorieren
Diese Übung ist von der Methode ein wenig verwandt mit der Shifting-Übung. Doch vor allem geht es beim Ignorieren darum, ganz aktiv den Fokus und somit meine Wahrnehmung zu verändern und auf Dinge zu lenken, die förderlich sind für mich, anstatt hinderlichen und vermutlich über viele Jahre eingeübten Automatismen zu folgen.
Die Übung
Wenn mich zum Beispiel eine Sache quält und ärgert oder ich mich sorge über irgendetwas, so drehen sich die eigenen Gedanken fast ausschließlich um dieses bohrende Thema. Es bilden sich Gedankenschleifen, die sich auf ermüdende Art und Weise wiederholen, und eigentlich kann man diese selbst irgendwann nicht mehr hören. Doch sind wir in der Regel mit unseren Gedanken identifiziert und halten diese schlimmen Dinge, die wir uns wieder und wieder vorreden, für die Wahrheit und für Realität.
In dieser Übung geht es darum, diese Gedankenschleifen zu durchbrechen und in etwas umzuformen, das zuträglicher ist für mich und mein Leben. Die Übung besteht darin, in jeweils dem Moment, in dem ich (tages)bewußt meine negativen Gedanken über ein quälendes Thema wahrnehme, ganz bewußt von dieser Schleife gedanklich weggehe: Ich denke aktiv an etwas anderes – egal an was, am besten an etwas freundliches. Man kann diese Übung auch gut bildhaft ausgestalten, denn unser Unterbewußtsein reagiert auch auf Bilder; z.B. kann ich gedanklich ein Stopschild aufstellen, das ich den ungewünschten Gedanken vorhalte oder lasse einen „Gedankenzug“ über eine Klippe stürzen oder ich sage laut „Ach, halt die Klappe“. Man kann hier wunderbar kreativ herumexperimentieren.
Auch kann ich mir grundsätzlich schonmal ein paar Themen oder Bilder ausdenken, die ich dann in der „akuten Situation“ sofort anwenden kann. Am allerbesten ersetzt man das belastende Thema mit etwas gänzlich anderem; das belastende Thema soll in dem Ersatzfokus nicht vorkommen, sondern komplett ignoriert werden.
Auch bei dieser Übung wird man zunächst das Gefühl haben, man belüge sich selbst und das wäre totaler Humbug, den man da treibt. Doch wenn ich weiß, daß die negativen Gedankenschleifen ebenso antrainiert sind, dann kann ich diese Übung sehr gut nutzen. Bei mir hat sie ganz enorme Resultate hervorgebracht, ich kann sie nur empfehlen.
Sinn und Zweck
(1) Durch das zwanghafte Denken an ein schwieriges und belastendes Thema füttere ich dieses Thema durch meinen ständigen Fokus darauf permanent mit Energie und Aufmerksamkeit. Auf diese Weise verstärke ich die negative Schwingung, die ich nicht möchte. Durch das aktive Setzen meines Wahrnehmungsfokusses auf etwas Gewünschtes erhöht sich insgesamt meine Schwingung und dem negativen Thema wird die Energie entzogen, es wird sozusagen „ausgehungert“.
(2) Vor allem wird mir mit dieser Übung sehr deutlich, welchen Einfluß es auf mein Leben und Denken hat, wenn ich meinen Fokus und meine Wahrnehmung selbst bestimme. Mit der Zeit lerne ich, dieser Sache zu vertrauen und es fällt mir immer leichter, die Übung umzusetzen.
(3) Auf sehr deutliche Weise lerne ich mit dieser Übung, daß ich jeweils selbst verantwortlich bin für meine Gedanken und folglich meine eigene Schwingung; denn ich kann meine Gedanken nun aktiv selbst steuern. So werde ich mehr und mehr dazu übergehen, die Verantwortung für mein eigenes Leben und „Schicksal“ zu übernehmen, denn ich sehe, daß ich dies kann.
(4) Aus all diesen Gründen ist diese Übung ebenfalls eine Stärkung für das Souveränitäts-Empfinden: Denn was gibt es schöneres als zu wissen, daß ich volle Kontrolle über meine eigenen Gedanken und Schwingungen und folglich meine eigene Realität habe!
(5) Weil ich nun bestrebt bin, den aktiven Wahrnehmungsfokus mehr und mehr auf erwünschte Dinge zu lenken, werde ich kontinuierlich meine Schwingung erhöhen, denn es gibt nun überhaupt keinen Grund mehr, sich in einer Depression zu zerquälen.














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