Lebensbaum

28. Februar 2015 at 03:30

Baum-3_SNIPPING-143285_1280Habe geträumt von Hanna und ihrem verstorbenen Hund Crisp, aber Crisp war vornehmlich bei mir gewesen. Wir machten eine Wanderung über schwieriges und zerklüftetes Gelände, auch bergig, mit großen Abhängen oder Schluchten. Ein sehr großer Baum ist mir in Erinnerung, der als Hindernis auf unserem schmalen Pfad wuchs und den wir überklettern mußten, um weiterzukommen. Crisp und ich wanderten dann noch eine ganze Weile hinter dem Baum – ich weiß nicht mehr, zu welchem Zweck oder wohin. Irgendwann kehrten wir dann um, weil wir weit genug gewandert waren (oder geschaut hatten) und mußten nun den ganzen schwierigen Weg wieder zurück.

Für Crisp war der Baum interessanterweise ein Leichtes. Ich weiß nicht mehr, ob Hanna hinter dem Baum mit mir gewesen ist, ich glaube nicht. Und während ich noch überlege, wie ich den Baum auf dem Rückweg bewältigen soll, zerbröselt er quasi unter mir, während ich ihn besteige. Zunächst bin ich in Sorge, aber dann auch wieder nicht wirklich. Der Baum scheint während ich ihn erklettere plötzlich abgestorben zu sein. Crisp ist bereits auf der anderen Seite, wo Hanna und einige andere auf uns warten, uns zu empfangen, damit wir sie den erkundeten Weg führen können. Doch als ich quasi den Baum „absteige“ auf der anderen Seite, ist er plötzlich nur noch ein großer Baumstumpf, über den zu klettern niemand Mühe haben wird.

Ich freue mich, daß ich diesen schwierigen Weg so gut gemeistert habe; und freue mich gleichermaßen, daß all die Leute diesen schwierigen Baum-Kletterteil nun nicht mehr vor sich haben; aber wie soll ich ihnen berichten von den Schwierigkeiten meines Weges? Es ist nicht möglich, denn sie selbst finden diese Schwierigkeiten nicht vor…

Auch dies ein Ausdruck jener „Vorarbeit“, die wir gemeinsam machen oder gemacht haben: daß wir sozusagen energetisch „den Weg ebnen“ für die anderen. Indem wir durch diese Hürden direkt gegangen sind, haben wir die Energie dahingehend transformiert, daß andere dies nicht auf dieselbe Weise mehr machen müssen. So fühlt es sich an.

Wofür steht der Baum? Ich denke natürlich an den „Lebensbaum“, dessen Symbol mir letztlich öfter über den Weg lief (z.B. bei all den Darstellungen der Annunaki oder Enki+Enlil; die Irminsul usw.). Was bedeutet es, daß dieser grüne Baum mit der schönen großen Krone, der mitten auf dem Bergpfad wächst, der der einzige Weg ist, abgestorben oder gefällt ist? Vielleicht dies: das, was ich vorher schon sagte: daß die anderen bestimmte Hürden und Schwierigkeiten nicht in derselben Tiefe durchleben müssen oder vielleicht überhaupt nicht durchleben müssen.

(Spax 28.2.15)

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