Aura-Schatten
Neulich als ich auf dem Sofa saß, da habe ich die Aura vom Wandkalender gesehen; ich sehe dann ja immer die weiße Außenlinie von den Dingen, doch hier war sie so goldgelb. Und sie ist mir überhaupt nur aufgefallen, weil die Mitte der oberen Linie durchbrochen war: da war nämlich die Aura von meinem „tanzenden Wal“!
Ist denn das nicht mal echt ganz erstaunlich??! Daß eine Abbildung auf einem Foto seine eigene Aura hat! Aber warum denn nicht? Wenn das fotografierte Objekt eine sehr starke Ausstrahlung hat, so wird sich das auch auf das Bild auswirken. Genau deswegen sind wir ja kollektiv so fasziniert von bestimmten Bildern oder Skulpturen etc. Der Ausdruck schwingt immer mit im Bild. Zum Beispiel auch das furchtbare Foto auf der Seite vom Amt, auf dem als Banner vermutlich die Angestellten zu sehen sind. Es ist ein schreckliches Bild – nicht nur, daß sogut wie jeder etwas blöde guckt und die Fotoqualität schlecht ist, nein, man hat insgesamt den Eindruck als schaue man auf eine Masse von Zombies: leblos und unfroh. Weshalb sollte es also nicht möglich sein, daß ein Lebewesen, das nur so strotzt vor Lebensfreude und zu den höchstentwickelten 3D-Wesen hier auf der Erde gehört, nicht eine Aura selbst noch auf einer Fotografie hervorbringt? Die Aura des Wals hatte auch eine andere Farbe als der Rest des Kalenders, sie war ein wenig türkisblau, sehr schön.
(Spax 4.3.15)














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