Szenen eines Lebens

8. November 2015 at 20:14

Marionette-4_GRÖßE_Siegella_SNIPAh, ein Gedanke über „Vorausahnungen“. Manchmal hat man ja so Vorausahnungen. Ich hatte sogar einmal eine Phase, in der ich sogut wie jedes Ereignis „vorausgespürt“ habe; war irgendwie innerlich auf einen „Zukunftsmodus“ gepolt. Antstatt zu sagen, man „sähe ein Stückchen in die Zukunft“, ist es doch eigentlich viel eher so, daß man wahrscheinlich nur wacher ist, bewußter mit dem eigenen Higher Self verbunden. Das Higher Self hat ja Zugang zu allen Informationen. Und ein spezielles Leben – z.B. jenes, auf das ich gerade fixiert bin – ist vom Bewußtsein her gesehen, als würde man in einem bestimmten Buch blättern.

Nehmen wir einmal an, für jedes Leben gäbe es solch ein Bilderbuch: Jede Szene dieses Lebens ist dortdrin enthalten, man hört beim blättern die gesprochenen Worte; und wechselt man in der Betrachtung auf eine andere Person in der Szenerie, so nimmt man deren Gedanken wahr, als würde man einem Hörspiel lauschen. Dort ist alles bereits verzeichnet, weil ich all diese Gedanken bereits gedacht habe. Oder eben je nachdem, auf welches Detail mein Fokus gerichtet ist, werden mir die zugehörigen Daten geliefert. Verändere ich meinen Fokus, so nehme ich entsprechend die zugehörigen Szenen wahr – ganz gleich, ob es positive oder negative Ereignisse sind.

Kein Ereignis fällt vom Himmel, obwohl es jeweils so erscheinen mag, denn wie könnte sonst eine „Zukunftsschau“ stattfinden? Weil mein innerer Fokus auf eine bestimmte Frage gerichtet ist, entstehen die Szenerien, die mit dieser Fragestellung zusammenhängen. Und bezogen auf eine spezifische Frage betrachtet man diese zumeist von verschiedenen Blickwinkeln aus. Ein Beispiel ist, wenn wir uns so häufig fragen: „Wie wäre es weitergegangen, wenn nicht dies oder jenes passiert wäre oder ich mich für eine andere Option entschieden hätte?“ Und weil wir das wissen möchten, richten wir hierdurch unseren „inneren Fokus“ aus und erhalten entsprechend die jeweiligen Szenarien, die „Antworten“.

Es ist daher nicht so, daß man in irgendeine obskure Zukunft schaut, von der wir keine Kenntnis hätten. Denn indem ich meinen inneren Fokus und somit meine Wahrnehmung verschiebe, baut sich die für diesen Fokus relevante Welt um mich her auf. Indem ich meinen Innenfokus verschiebe, betrachte ich einen bestimmten Ausschnitt des Bildes. Und es werden mir sämtliche Möglichkeiten angeboten. Das wird meinem physischen 3D-Selbst zurückgemeldet; und je nachdem, in was für einer Gesamtverfassung sich mein Protagonist befindet, wird eine Variante erlebt, die zur Schwingung paßt, die das jeweilige Selbst ausstrahlt. Daher können Abraham1 und andere auch sagen „Ändere deine Schwingung, und du wirst das Szenario ändern.“

Es ist so ein bißchen ein „zweigeteilter Fokus“, mit einerseits dem „Innenblick des Bewußtseins“ sowie der Sichtweise vom Standpunkt unseres Protagonisten aus. Diese beiden Sichtweisen stimmen immer überein, d.h. sie richten sich stets aneinander aus. Verbinde ich mich mehr mit dem Fokus der „inneren Wahrnehmung“ und somit dem Higher Self, erhalte ich all die positiven und zuträglichen Ergebnisse, da das Higher Self immer nach der allerbesten Lösung fahndet. Doch unser 3D-Selbst müßte doch unter anderem die Aufgabe haben, die weiteren, die „negativen“ Wahlmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen – daher nimmt es ja überhaupt diese für uns oft so unverständliche Position einer negativen Ausrichtung ein. Deshalb könnte man sagen, daß all unsere negativen Szenarien ausschließlich durch diesen Fokus entstehen. Das ist korrekt; denn das ist exakt der Kontrast und die Dualität, die hierdurch erzeugt wird. Unser 3D-Selbst ist derjenige Part – um nicht zu sagen: der einzige Part –, der überhaupt all die „negativ gepolten“ Szenarien nicht nur erforschen kann, sondern überhaupt erst hervorbringt.

Die Frage, was ich jeweils erlebe hängt also 1) entweder davon ab, wie mein innerer Fokus ausgerichtet ist (Higher Self) oder hängt zu allermeist 2) mit dem Fokus unseres Protagonisten zusammen. Eine Vorausschau kann daher auch nur der Innenfokus, die Verbindung mit dem Higher Self, liefern. Denn von hier erhalten wir stets all die begünstigenden Handlungsimpulse. Nehmen wir also im Tagesbewußtsein (3D-Bewußtsein) Vorausahnungen wahr, so bedeutet das, wir sind mehr mit dem Higher Self verbunden, denn nur dieser Teil von uns schaut stets zeitgleich in alle Richtungen. Es zeigt uns z.B. auch, wenn eine Sache nicht günstig ausgeht. Wenn wir trotzdem diese „ungünstige“ Richtung wählen und später dann mit dem negativen Ergebnis konfrontiert werden, sagen wir: „Hab ich′s doch gewußt!“ oder „Da hatte ich eine ‚böse‘ Vorahnung“ usw.

Wir wissen also in der Regel, wie eine Sache ausgeht im voraus. Und wir wissen ebenfalls, wie wir unseren Fokus ändern können. Nur unser jahrtausendealtes Training beißt sich immer noch gern in den negativen Szenarien fest.

(Spax 8.11.15)

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Fußnoten

  1. Abraham ist eine von Esther Hicks gechannelte nichtphysische Entität.