Schwelgen

22. Mai 2017 at 02:41

Hängematte-Urlaub_SNIP_Pexels.jpgJetzt hatte ich eine Phase, wo ich mich auf das positive Grundgefühl fokussiert habe, und das war gut. Es ist weggegangen nach unserem Ligatag, der so schöne Gefühle zurückgelassen hatte. Ganz genau: Im darin-schwelgen habe ich diese schöne Energie verbraucht – sehenden Auges. Und konnte doch nichts dagegen machen. Dann falle ich wieder in diesen „Gefühlsabgrund“, verliere die Verankerung. Ich liebe echt Abraham,1 die immer alles offenlassen, die unser Sein in der Ewigkeit im Fokus haben: Jeder Augenblick ein Neuanfang! Jeder.

Meinen Fokus wieder „nach vorn“ verlagern – also körperlich. Vom Empfinden ist das dann nicht als würde ich mich selbst innerlich in einen Haufen Kissen fallenlasen und darin versinken, sondern als würde ich meine Aufmerksamkeit wieder nach vorn in die Region meines Dritten Auges ziehen. Unser Mind2 ist echt die Hölle. Es ist der Hammer, wie es möglich ist, unser Bewußtsein, das, was wir sind, was uns ausmacht, so dermaßen mit dieser künstlichen Struktur zu verquirlen, daß uns die Fäden dieser künstlichen Struktur aus der Wahrnehmung unseres eigenen Bewußtseins komplett herausziehen! Wie ist denn das möglich?! Und zwar so nachhaltig, daß wir es überhaupt nicht bemerken, daß wir diesen Tentakeln nicht einmal entkommen, wenn wir wissen darum. Das ist doch Irrsinn!!

Sobald ich mich innerlich fallenlasse, bin ich schon verstrickt. Und doch ist dieses Sich-fallenlassen-Gefühl ein Teil des Seinszustandes – die innere Entspannung. Ja, aber nicht passiv, es ist nicht passiv, sondern im entspannten Gefühl wählt man die Vorwärtsrichtung, das Tun.

Meingott, wie oft will ich denn noch diesen Satz, diesen Gedanken, diese Erkenntnis aufschreiben? Doch sobald ich im entspannten Gefühl bin, ist alles vergessen und ich schwelge. Wenn ich dann anfange, Dinge zu tun, so laß ich mich wieder rausziehen aus dem entspannten Gefühl und lande erneut in dem Modus von „mach was, damit dein Leben einen Sinn ergibt“. Dann handele ich nicht meinem inneren Antrieb entsprechend, sondern blicke immer bloß auf die Anerkennung.

Weshalb ist denn das so schwer, diese Balance zu halten, sie überhaupt zu finden?!! Nur im Jetzt, nur in meiner inneren Stille habe ich das. Und das ist der Unterschied zum „normalen“ Handeln in der Welt: Das innere Handeln fordert keinen Lohn, welcher Art auch immer, weder emotional in Form von Anerkennung oder „Sich-gut-fühlen“ noch weltlichen Lohn in Form von Münzen oder Dankeschöns. Dieser Grat ist schmaler als ein dünnes unsichtbares Haar! Wahnsinn.

(Spax  22.5.17)

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Fußnoten

  1. Abraham ist eine von Esther Hicks gechannelte nichtphysische Entität. Da es sich hierbei um den Ausdruck einer Gruppen-Identität handelt, sprechen sie von sich immer in der Mehrzahl.
  2. mind (engl.): Verstand, Ratio, unser Denkapparat (siehe auch Zweitpersönlichkeit).