Schöpfungsfragen

3. Oktober 2016 at 22:57

NASA Space ImageIch bin mal neugierig, ob wir mit dem neuen Zeitalter auch einen neuen Kalender bekommen, vielleicht wieder einen Mondkalender -? Doch was, wenn der Mond – unsere Mondstation – wieder fortgebracht wird?1 Eine Erde ohne Mond kann keinen Mondkalender haben. Wie ist es denn dann mit den Gezeiten? Gäbe es dann auch keine Ebbe und Flut mehr? Oder haben Ebbe+Flut garnichts mit dem Mond zu tun? Wir, die wir hier leben, kennen die Erde seit Jahrtausenden nur mit Mond. Es stellt sich ja die Frage, wieviele der Monde anderer Planeten ebenfalls Raumstationen sind. Aber vielleicht ist das so; und vielleicht haben diejenigen Wesen, die Planeten erschaffen, alle solch eine Beobachtungsstation – grad so wie wir zum Beispiel ein Terrarium oder Aquarium haben und dies auch eine Welt ist, die wir erschaffen, gestalten und deren Lebewesen beobachten.

Vom Bewußtsein her ist jede Idee etwas, das sich ausgestaltet. Und jegliche Form eines „Beobachtungspostens“ ist in gewisser Weise eine Art und Weise, Kontrolle über die eigene Idee auszuüben oder mit der eigenen Schöpfung verbunden zu bleiben. So wie wenn wir Kinder haben und diese ebenfalls in bestimmte Bahnen lenken wollen.

Wie sähe eine „bewußtseinsmäßige Wissenschaft“ aus im Gegensatz zu unserer Art der Forschungen, die sich im wesentlichen auf Annahmen gründet, nicht aber auf Schöpfung? Denn wir nehmen die Schöpfung als etwas Gegebenes und glauben, ihr auf den Grund zu kommen, indem wir sie in deren Einzelteile aufspalten. Doch die Erschaffung einer jeglichen Idee und deren Ausformung vollzieht sich immer über den inneren Prozeß der Vorstellung. Wir glauben, um etwas zu erschaffen, benötige man z.B. bestimmte Bausteine, aus denen etwas geformt wird, so wie wir ein Auto aus bestimmten Teilen zusammensetzen. Doch bin ich mir nicht sicher, ob zum Beispiel die Schöpfung eines Lebewesens zwangsläufig beinhalten muß, daß es aus bestimmten Organen, Nerven, Blutbahnen etc. zusammengesetzt wird. Vielleicht haben sich all diese Dinge gebildet, weil die Idee ein biologisches Wesen mit bestimmten Eigenschaften vorsah. Und weil ich mir einen Vogel vorstellen kann und spüren kann, wie er fliegt, entsteht er entsprechend – so wie alles andere eben auch.

Wenn ich bewußt Welten oder Lebewesen oder sonst etwas erschaffen möchte, muß ich entsprechende Visionen haben. Um mir einen Rucksack zu erschaffen, ist es von Vorteil, wenn ich weiß, wie dieser ausschaut und welche Funktion er erfüllen soll. Alle weiteren Attribute entstehen im Prozeß, indem das Bewußtsein sich ins Leben hineinfokussiert, in die eigenen Schöpfungen. Doch allein um Fragen stellen zu können oder Beobachtungen zu machen, ist ein Ich-Bewußtsein vonnöten, und das bedeutet ein Minimum der Abgrenzung vom eigenen Seins-Bewußtsein.

Aber all dies habe ich ja schon zig-fach aufgeschrieben. Es langweilt mich ein wenig; denn ich habe das Gefühl, meine Erkenntnisfähigkeit sei steckengeblieben und wiederholt sich bloß als Endlosschleife, in der ich ebenfalls stecke, in meiner eigenen Wahrnehmungsblase. Grad so wie die Zweitpersönlichkeit nichts anderes als ihre eigene 3D-Welt wahrnehmen kann mit sämtlichen Prämissen, die wir gelernt haben über diese Welt, so gelangt meine eigene Erkenntnisfähigkeit nicht hinaus über die „Einheitsblase“, worin sich alles und jedes quasi auf einen einzigen Satz reduziert: Alles, was du je wahrnehmen kannst ist deine eigene Schöpfung und du erschaffst sie durch deine eigene Vision und Schwingung.

Idee-Kopf_FREIGESTELLT_PeteLinforthUnser Universum ist geboren worden. Aus einer Idee heraus. Eine Idee ist noch keine Erfahrung. Um eine Idee erfahren zu können, verbinde ich mich über mein Einheitsgefühl des Seins mit dieser Idee, werde zu ihr. Erst dann kann ich sie auch erfahren und erleben. Um Visionen zu haben oder Ideen, muß das Einheitsbewußtsein jedoch in der Lage sein, von sich selbst abstrahieren zu können. Und dies ist für mich der spannendste Punkt, denn es muß sozusagen „denken“ können. Neue Impulse entspringen direkt den Erfahrungen, die ich mache. Zunächst als diffuser Wunsch.

Wie kann es denn anders sein, als wenn ich eine Idee manifestiert habe, daß ich dann auch ausprobieren möchte, wie oder ob sie funktioniert? Ich kann das nicht denken, es macht mich wahnsinnig, denn ich gelange immer und immer wieder an denselben Punkt: Idee und Erleben finden letztlich im selben Augenblick statt. In dem Moment, wo ich in der Lage bin, eine Idee oder Vision zu haben, ist sie bereits kreiert.

Doch wenn alles dieselbe Freude ist im Ausdruck und Erleben, worin liegt dann der Sinn, „neue Dinge“ als Erlebensgrundlage haben zu wollen, wenn das grundlegende Erleben doch stets dasselbe ist, nämlich Freude? Wenn man grundlegend stets in dieser selben Empfindung und Erfahrung ist, weshalb „neue Dinge“ erschaffen??! Wo ist der Unterschied, ob ich mich als Baum oder als Sonne empfinde, als Einzelwesen oder Gruppen-Entität, wenn doch das Empfinden stets dasselbe ist? Wo ist der Unterschied in der Erfahrung, wenn alles sich auf Freude/Liebe gründet, auf eine einzige Empfindung?

Nur am Beispiel unserer Welt kann ich sagen, daß ein Unterschied oder Reiz durch die Einschränkung der Wahrnehmung entsteht. Indem ich vorgebe, nur einen winzigen Ausschnitt der Schöpfung zu kennen, bin ich in der Lage, eine Differenzierung vorzunehmen und ein Gegenüber als überhaupt ein Anderes zu empfinden.

Die Katze beißt sich in den Schwanz… Wie so häufig kann ich an solch einer Denk-Barriere nicht weiter. Aber irgendwann, wenn ich stets an diese Tür klopfe, öffnet diese sich vielleicht und läßt mich eine vollkommen neue (Denk)Landschaft erblicken… Immer weiter, bis zur nächsten Grenze…

Spinnennetz_brittany-SNIP_MikeGordenEs ist wie mit der winzigen Spinne, die ich vorhin hinausbefördert habe: Eben noch war sie ganz in ihrem Ausdruck, ein Netz zu weben an meiner Schreibtischlampe. Dann nahm ich ein Blatt Papier und trennte sie von ihrem Netz, sie krabbelte aufs Papier, und ich pustete sie über das Balkongeländer. Auch sie wird sich plötzlich und unerwartet in einer vollkommen neuen Welt wiedergefunden haben. Und begann dann sicherlich genau das, was ihrem Wesen entspricht und sucht sich einen netten Ort, an dem sie wiederum ein Netz spinnt.

Eine gute Metapher. Denn sobald unsereins an einen neuen „Denkort“ gelangt, fangen wir ebenso an, alles gedanklich auseinanderzunehmen, zu analysieren, zu untersuchen – eben weil es genau das ist, was unserem Wesen entspricht. Jedes Wesen nutzt die Schöpfung und das Geschaffene auf seine je spezielle Weise. Und weil die kleine Spinne kein rationales Wesen ist, wird sie sich nicht groß wundern oder fragen, was ihr denn nun geschehen sei oder irgendein „grausames Schicksal“ beklagen. Sie wird ihre neue Situation ebenso gestalten wie die vorherige – doch ohne sich zu grämen oder sich mit Gedanken zu zermürben.

Bin ich „das Schicksal“ oder „ein Gott“ für diese Spinne? Inwiefern hat sie ihre Situation so drastisch verändert, wo sie doch „nichts böses“ getan hat, sondern einfach nur ihrer Spinnenhaftigkeit entsprechend ihr Leben ausgedrückt hat? Hat sie sich „gelangweilt“ mit dem, was sie tat? Vermutlich nicht, denn langweilen können sich nur reflektierende Wesen, die in Widerstreit mit sich selber stehen. Dennoch muß sie in irgendeiner Weise einen Wunsch nach Veränderung ausgesendet haben, andernfalls hätte ich sie nicht wahrnehmen und zum Beispiel nach draußen befördern können.

So ist beiden Seiten gedient: Ich habe keine Spinne in meinem Zimmer und die Spinne hat einen neuen, ihr entsprechenden Lebensraum gewonnen. Und so geht alle Schöpfung – weil Bewußtsein und daher ein Ausdruck in Freude und Liebe – immer den Weg des bestmöglichen Positiven. Man kann immer nur gewinnen, selbst wenn wir uns so häufig etwas anderes einreden mögen und die Freude als antreibende Kraft nicht spüren so oft; trotzdem liegt die Freude allem als Basis untendrunter. Es wäre daher äußerst vorteilhaft für uns, wenn wir jegliche Situation, in der wir uns finden, als Geschenk betrachten würden und vor allem als die Realisierung eines gehegten und ausgestrahlten Wunsches – ob bewußt oder unbewußt spielt hierbei keine Rolle. Aber uns zu verdeutlichen, daß alles immer und überall ein Gewinn ist, das würde uns doch häufig weiterhelfen.  🙂

(Spax  3.10.16)

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Fußnoten

  1. In einigen Channelings wird erläutert, dass die Erde nicht immer einen Mond gehabt habe und dieser erst vor etwa 10.000–12.000 Jahren hier installiert wurde. Er sei ein künstliches Objekt und diene zahlreichen extraterrestrischen Zivilisationen als Forschungsstation.