Schnödes Schicksal

29. Oktober 2015 at 21:35

Schicksal-2_Alexas_Fotos_SNIPWieso denke ich an Katastrophen? Wegen der blöden Voraussage von Bashar,1 dieser „Drohung“. Ich mag es nicht, wenn man mir Angst machen will. Und doch denke ich dann immer wieder daran – so wie an die albernen „Prophezeiungen“, die andere für mein Leben abgegeben haben, um die ich sie nicht einmal gebeten hatte. Da denkt man dann dran; und weiß doch irgendwie innerlich für sich selbst, daß es so nicht sein wird, oder eben anders. Man weiß das innendrin.

Weshalb also sind wir scharf auf Prophezeiungen? Es kann doch nur der Grund sein, damit man Hoffnung hat, Hoffnung auf etwas schönes, etwas, das man sich wünscht oder ersehnt. Und wenn man dann solch einen positiven Ausblick hat, freut man sich daran; und dies alleine zieht möglicherweise genügend Energie und Fokus, daß sich die eigene hoffnungsvolle Prophezeiung erfüllt.

Vielleicht haben wir aber garnicht so viel Einfluß auf unser „Schicksal“, sondern es ist letztlich bloß eine Frage, ob ich in der Lage bin, mein Leben und alles was ich darin finde, auch zu genießen. Und hier liegt der eigentliche Pferdefuß, denn wie sollte man z.B. widrige Umstände genießen?! Doch sie werden eben erst weniger widrig, sobald ich meine innere Einstellung dem sogenannten „Negativen“ gegenüber entspanne und aufhöre, mich gegen so viele Dinge in meinem Leben zu sträuben.

Es ist alles „meins“, was mir begegnet, was ich wahrnehme, ich habe es selbst erschaffen sowieso. Und weil dies so ist, kann ich es genausogut annehmen und genießen! Das ist der Ausgangspunkt: Liebe, was du hast, was dich umgibt, was zu deinem Leben gehört; freu dich daran. Denn dann wird sich alles sortieren und zu deinem Wohl fügen, mühelos.

Wenn ich nicht mag, was ich sehe in meinem Leben, versuche ich ja, durch alle möglichen Aktionen diesen Zustand zu verbessern. Und genau das ist, was uns noch weiter fortbringt von dem, wo wir eigentlich hinmöchten. Wollen wir eine Verbesserung unserer Lebensumstände erreichen, ist der erste Schritt, zu akzeptieren, wo man ist – nicht nur zu akzeptieren, sondern es wertzuschätzen. Lehne ich irgendwelche Teile ab aus meinem Leben, so können sie sich unmöglich verbessern. Das können sie nur, wenn ich hinschaue und auch diesen Teil als zu meinem Leben zugehörig akzeptiere. Es ist genau wie die Buddhisten sagen: Akzeptiere, was ist, und dann: Laß es los. Denn indem ich es loslasse, halte ich nicht weiter fest daran, was wiederum bedeutet, daß ich mich nicht länger damit identifiziere. Doch kann man nichts loslassen, was man zuvor nicht auch in den Händen gehalten hat. D.h. ich kann erst etwas loslassen, wenn ich es angeschaut habe und weiß, was es ist.

Diesbezüglich immer wieder Abraham:2 Fokussiere dich auf all jene Teile in deinem Leben, die dir Freude bereiten – stärke dadurch die Freude und es wird mehr von diesem Guten nachkommen; ignoriere jene Teile, die du nicht magst. Ah, aber letzteres ist doch nun genau das Gegenteil von Hinschauen! Wie soll etwas weggehen als Schwingung, wenn ich diese Schwingung einfach ignoriere? All diese Dinge gehen ja nicht wirklich weg, sondern werden lediglich durch einen positiveren Fokus überlagert, wobei ich diejenigen Dinge als Hauptsachen in meinem Leben wahrnehme, die ich gern mag. Und wird diese Schwingung stark genug, so überlagert sie das andere.

Wenn eine Grundschwingung insgesamt verändert wird, passiert folgendes: Wenn ich von einer „positiven Welle“ mitgerissen werde, werden die niedrigeren Schwingungen transformiert. Dies bedeutet, daß jene Themen, die ich ignoriere, automatisch wieder in den Fokus rücken und nun in Klarheit vor mir stehen. Das ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die hieraus entsteht, wobei uns Zusammenhänge deutlich werden. Das ist aber eben oft nicht einfach.

Letztlich kommt es also so oder so dazu, daß ich mir alles anschaue. Doch muß ich mich nicht darein verbeißen. Das fällt nicht leicht, weil eben viele Erkenntnisse über sich selbst und die eigenen Lebensumstände oft wie ein Schock sich auswirken. Das zieht dann das Selbstmitleid nach sich, was dazu führt, daß man wiederum den „negativen Umständen“ ins Gesicht schaut, anstatt das Erkannte loszulassen. Hier besteht die Gefahr, den in der Kindheit erlernten Glaubenssatz zu verewigen, der da heißt: „Es gibt immer einen drauf, wenn mal etwas gut ist.“ Daher stehen wir dem Positiven so mißtrauisch gegenüber und richten uns lieber im Altbekannten („Negativen“) ein, denn das ist wenigstens etwas, das uns nicht enttäuscht, etwas, mit dem wir uns auskennen.

 (Spax 29.10.15)

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Fußnoten

  1. Bashar ist eine von Darryl Anka gechannelte Entität, die auf Essassani/Eshakani beheimatet ist.
  2. Abraham ist eine von Esther Hicks gechannelte nichtphysische Entität.