Schamanen undso

24. März 2015 at 17:47

Stille-1_SNIPPINGWas ist so „ver­werf­lich“ dar­an, wenn man sich mit „den An­dern“ (den nicht­phy­si­schen Be­rei­chen) ver­bin­det? Al­le Scha­ma­nen sind so. Al­le Scha­ma­nen sind stets ver­bun­den mit dem Größeren Gan­zen. Warum will ich denn per­ma­nent so tun, als sei ich wie al­le an­de­ren ge­macht und ih­ren „Re­geln“ fol­gen – den mensch­li­chen wie de­nen der­je­ni­gen, die den Men­schen beim auf­wa­chen hel­fen?

Ich lie­be die Stil­le, lie­be es, hier zu sit­zen, zu lau­schen. Wes­halb soll­te ich spre­chen? Wes­halb ha­be ich an­ge­fan­gen, zu me­di­tie­ren, da­mals? Es er­schi­en ir­gend­wie rich­tig, ob­wohl ich ganz ge­nau wußte, daß ich in ei­nem Zu­stand war, der me­di­tie­ren über­flüssig mach­te.

„Hin­ein ins Le­ben“, das ha­be ich da­mals nicht so ganz hin­be­kom­men. Be­kom­me es auch jetzt nicht so ganz hin. Aber das zu­min­dest ist, wor­auf ich im­mer „war­te“ oder wo­mit ich mich ver­bin­den möchte: die Stil­le in mir und zeit­gleich ir­gen­det­was tätig in den Händen zu hal­ten, die Zeit ver­lang­samt bis zum Still­stand. Dies, dies ist für mich die Es­senz von Hier+Jetzt. Of­fen zu sein und berühr­bar bis zum Wei­nen. Ver­letz­bar, doch nicht an­greif­bar.

(Spax 24.3.15)

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