reflektierende Wahrnehmung

5. Januar 2017 at 02:18

Verstand-20-Denken_SNIP_139904Vielleicht bringen wir ein neues Element ins Universum -? Das Ratio-Denken, das Reflektieren. Ja, das Reflektieren hat man sonst nicht, wenn man sich immer „richtig“ fühlt, immer in Aktion ist, immer im Jetzt – ohne Moral und ohne Bewertungen. Aber sagte nicht die Marciniak1 als Channel in ihren Büchern, die Plejader hätten in deren Historie etwas entdeckt, weshalb sie in ihrer Entwicklung nicht weiterkönnten? Und das waren wir, die Menschen, die Erde. Aber wie kann das aus dem Fokus geraten? Das hieße doch, da gäbe es genauso Verdrängung und ein Unter-den-Teppich-kehren wie hier – ein Vergessen. Aber wie kann das denn sein, wenn ich voll wach bin und Zugang zu allen Bereichen meiner selbst habe?

Im Nichtphysischen gleicht das „Erinnern“ eher einem Auslesen der Timelines.2 Ich denke, es handelt sich um einen meditativen Zustand, Timelines auszulesen. Und anhand der Ergebnisse treffe ich Entscheidungen. Aber das genau wäre ja ebenfalls ein reflektives Verhalten. Es hieße, alles und jedes im Universum hätte auch eine lineare Geschichte. Aber das glaube ich nicht; denn für eine lineare Geschichte braucht es Zeit, einen Zeitstrang, an dem diese entlangläuft und sich entwickelt. Doch Zeit existiert ausschließlich in 3D, meine ich. Das bedeutet, mit Erlebnissen wird in nichtphysischen Bereichen anders umgegangen. Und eigentlich denke ich, sind die Erlebnisse vorbei und quasi „vergessen“, sobald man sie ausagiert hat. Ich glaube nicht, daß es im Nichtphysischen all diese Palaver gibt, die wir hier abhalten – weder mit einem Gegenüber noch im eigenen Kopfdenken. Denn im Nichtphysischen ist das rationale Denksystem aufgelöst; oder wie Don Juan3 es formulieren würde: Man fällt gänzlich in die „Totalität des Selbst“.

Ist man in der Totalität des Selbst, so ist man stets präsent im Jetzt und hat alle Erlebnisse gleichermaßen präsent. Naja vielleicht nicht alle zeitgleich stets in der vordergründigen Aufmerksamkeit, denn da findet das Erleben des aktuellen Momentes statt; aber ich habe sofortigen Zugriff auf alle Erlebnisse. Vielleicht ist dies genau so, wie wenn ich mich mit anderen Epochen und Zeiten verbinde: Man denkt sich dorthin und dann ist man dort und sieht durch das innere Schauen, durch das Schauen des Bewußtseins.

Wie unergründlich doch die Existenz als solche ist! Wenn ich sage, eine Zivilisation könne sich erst dann „weiterentwickeln“, wenn alle Teile des aktuellen Erlebens integriert sind, so denke ich doch nach wie vor auf einer linearen Ebene! – Die Zeit… Die Zeit ist ein trennendes Element. Und auch alles, was ich bezüglich Timelines oder eines Erlebens, einer Entwicklung beschreibe, hat ein Denken in der Zeit als Grundlage, ein Getrenntes. Doch alles, was ich im Spiegel, das heißt als ein Getrenntes wahrnehme, kann reflektiv betrachtet werden: ein Rückblick, ein Blick in die Zeit, in Zusammenhänge, in mein Gewordensein. Weshalb aber sollte ich so etwas tun, wenn ich im zeit-losen Jetzt existiere? Die Reflektion dient immer dem Bedürfnis des Verstehen-Wollens. Aber benötige ich das denn in den zeitlosen Zusammenhängen?

Wird überhaupt erst durch das Reflektieren ein Verstehen in die Welt und auch ins Universum gebracht? Ist man im Ewigen Jetzt zentriert, benötigt man keinerlei rationales Verstehen, denn es funktioniert alles bestens. Und doch finden sich hier bei der Erde Zivilisationen ein, die unseren Prozeß der Transformation beobachten, gibt es Zivilisationen, die auf die mannigfaltigste Weise miteinander interagieren, gibt es sogar so etwas wie „Jobs“ bzw. Lieblingstätigkeiten. Das bedeutet doch: Ich habe ein wie auch immer gestaltetes Universum mit „Dingen“ und Wesen darin, die durch Spiegel – ein Gegenüber, Interaktion, Wahrnehmung eines Anderen – so etwas wie Zeit haben müssen. Denn eine innere Trennung auf der Basis, daß ich ein Anderes wahrnehmen kann, beinhaltet automatisch so etwas wie Zeit. Nur zeigt sie sich auf andere Weise als in 3D: Nicht alles gründet im Nichtphysischen auf Ursache und Wirkung, sondern alles Geschehen ist im Ewigen Jetzt verankert. Auch jedes Handeln beinhaltet einen Zeitaspekt. Wenn Kryon4 beispielsweise erklärt, wie er und andere Wesenheiten die Energien unseres Universums und unserer Erde neu ausrichten, so tut er dies vielleicht direkt aus seinen Handlungsimpulsen heraus, die automatisch stattfinden. Aber sobald ich irgend etwas tu′ und somit in einem Zusammenhang mit einem „Gegenüber“ interagiere, muß ein Zeitaspekt involviert sein. Sobald ich mich als ein „Ich“ empfinde, wenn ich handeln kann, wenn ich ein Anderes wahrnehme, wenn ich reflektieren kann – all dies sind Aspekte, die Zeit beinhalten, weil die Wahrnehmung etwas vom „Ich“ Getrenntes wahrnehmen kann.

Nur das Bewußtsein „handelt“ nicht im üblichen Sinne. Das Bewußtsein ist ein meditativer Zustand, der ausschließlich wahrnimmt – unbeteiligt. Eine Beteiligung und dadurch Trennung geschieht erst, wenn ich mich identifiziere mit denjenigen Dingen, die ich wahrnehme. Wenn ich innerlich eine Regung verspüre, das Beobachtete beeinflussen zu wollen. Das Gesamtbewußtsein ist meines Erachtens ausschließlich in diesem Zustand. Doch alle Lebewesen, alle Dinge, die hieraus hervorgehen, sind sozusagen die Augen und Ohren für das Gesamtbewußtsein. Auch hier haben wir wieder: die Reflektion.

(Spax  5.1.17)

Siehe auch Beitrag vom 7.1.17: Existenz.

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Fußnoten

  1. Barbara Marciniak channelt Wesenheiten von den Plejaden.
  2. Die „Timeline“ ist der Versuch, die Wahrnehmung von wahrscheinlichen und parallelen Erlebniswelten begreifbar zu machen. Jeder Gedanke, jede Handlung, jedes Empfinden wird hier zu einer eigenen „Straße“ der persönlichen Geschichte.
  3. Don Juan war der spirituelle Lehrer von Castaneda. Die Gruppe der Seher um Don Juan bezeichneten sich häufig als „Krieger“ oder „Zauberer“.
  4. Kryon ist eine von Lee Carroll gechannelte nichtphysische Entität.