nichts war einmal…

15. März 2013 at 01:10

Zeit-Räderwerk-1_SNIPWas hab ich gestern bei Bashar gelesen? → Wenn man folgenden Satz wirklich begriffen und verinnerlicht hätte, wär man in 4D: Your present is not the result of the past!!!1 Du erschaffst die Gegenwart nicht aus der Vergangenheit heraus!

Mit der Zukunft ist das leichter zu verstehen, weil wir ja sowieso nicht wirklich „kapieren“, wie sie entsteht und daß wir selbst sie erschaffen. Viele Dinge werden immer noch als „mystisch“, „Wunder“ oder „Zufall“ deklariert… Eigentlich komisch, daß wir auf der einen Seite zwar annehmen, unser Hier+Heute sei ein Resultat bestimmter Gewohnheiten, die wir angenommen haben sowie bestimmter Taten, die wir getan haben; aber dann nicht da­raufhin den Schluß ziehen, daß unsere Zukunft dementsprechend genauso ein Abbild unseres „Bis-jetzt-Gewordenseins“ sein müßte; daß wir nicht annehmen, daß unser Leben genauso langweilig bleibt, wie es sich eben gerade zeigt und darstellt – als Fortführung desselben –, sondern wir dem Künftigen noch Wunder zugestehen, die dann „vom Himmel fallen“ sollen. Nungut, allein dieser Glaube gibt uns die Möglichkeit einer Öffnung, wobei tatsächlich hin und wieder etwas Wunderbares und Zauberhaftes in unser Leben treten kann. Diese Option haben wir uns gelassen, obwohl sie im Hinblick auf unser lineares Denken nicht im mindesten logisch ist.

Denn wenn wir glauben, unsere Gegenwart entstünde aus unserer Vergangenheit, wäre es logisch gleichfalls anzunehmen, eine Zukunft entstünde aus der Gegenwart – aber das glauben wir bloß beruflich oder aufgrund unserer sonstigen Taten. Wir nehmen z.B. an, wir bekämen einen besseren Job, wenn wir studiert haben; wir nehmen an, wir behielten bis an unser Lebensende einen Job, bloß weil wir einen „Festvertrag“ haben; wir nehmen an, unsere Partnerschaft dauere ein ganzes Leben lang, undsoweiter undsofort. Doch wir nehmen keinesfalls an, all der Streß und all diese Langeweile, die Mühseligkeit und Sorge, daß all dies, was just meine Gegenwart bestimmt, gleichfalls weiterhin Teil meiner Zukunft ist, allein, weil es in der Gegenwart stattfindet. Rein logisch betrachtet müßten wir aber genau diesen Schluß ziehen, weil wir ja unser Gewordensein ebenso linear herleiten. Aber die Menschen „denken“ ja nicht logisch – gottseidank –, sie haben sich diese winzige Möglichkeit des Träumens, es könne noch etwas „vom Himmel fallen“, erhalten.

Würden wir unser lineares Konzept wirklich und wahrhaftig logisch durchziehen, es wäre der Stumpfsinn in Tüten. Aber weil die Menschen eben nicht wirklich logisch denken – obwohl sie genau auf diesem Gedanken ihre ganze Welt aufbauen und noch zudem ungeheuer stolz darauf sind –, funktioniert unsere Zukunfts-Definition anders als unsere scheinbar logische Herleitung des Vergangenen.

Denken-Einfluss_SNIPDas Vergangene als Entwicklung hin zum Gegenwärtigen nehmen wir als Linie wahr, definieren es als „Realität“, als etwas Unveränderliches; die Zukunft jedoch bleibt flexibel – all unsere Träume und Wünsche haben wir in diesem Zukunfts-Denken geparkt. Doch wir erkennen nicht, daß jene „mysteriöse Zukunft“ ein Produkt des JETZT ist, der Gegenwart. Daher können wir auch nicht erkennen, daß alles – Zukünftiges wie Vergangenes – im Jetzt erschaffen wird. Wir haben uns mit dieser Einstellung selbst so verwirrt, daß wir das eigentlich Logische nicht mehr erkennen können. Ich meine, dazu gehört auch schon etwas, das ist große Kunst, dies so hinzukriegen.

Würden wir tatsächlich logisch denken, müßten wir folgerichtig erkennen, daß alles durch unser eigenes Denken, durch unsere eigene Vorstellung entsteht. Das Denken findet immer und überall ausschließlich im Hier+Jetzt statt! Wenn alles Denken aber im Hier+Jetzt stattfindet, und meine Träume, Wünsche und Taten ein Produkt meines Denkens sind, so müßte ich erkennen, daß alles, was ich je erlebe aus dem Denken hervorgeht.

Hätten wir also den Fehler in unserer (Un)Logik erkannt und würden zu dem einzig logischen Schluß gelangen, daß sämtliches Gewordensein und sämtliches Werden immer und überall ausschließlich im Hier+Jetzt stattfindet sowie all mein Sein+Werden gekoppelt ist an die jeweiligen Gedanken, die ich denke (gepaart mit meinen Emotionen, welche durch meine jeweiligen Gedanken hervorgerufen werden), hätten wir längst erkennen können, daß alles alles ALLES immer und überall im Jetzt geschieht; daß die einzige wahrnehmbare Realität eine Betrachtung des Jetzt-Augenblickes ist.

Daher beginnt Bashar seinen Monolog über die 4D-Frage mit dem Wort: „Time – what a wonderful creation.“ Denn hätten wir all diese Zusammenhänge erkannt, müßten wir logischerweise schlußfolgern, daß die Zeit eine Illusion ist, daß nichts anders existiert und existieren kann, als der Jetzt-Moment, die Gegenwart.

So. Und daher kreieren wir ebenfalls unsere Vergangenheit in diesem Jetzt-Moment, denn sämtliches Denken findet im Jetzt statt. Und nur im Jetzt stelle ich all diese Betrachtungen an, stelle Zusammenhänge her und bewerte all jene Dinge, dich ich betrachte. Die Schlußfolgerungen, die ich jeweils ziehe aus meinen Betrachtungen und Bewertungen des Betrachteten, schaffen dann jenes Gefühl, jene Illusion, daß eines aus dem anderen entstünde, weil es – unserer Ansicht nach – in einer bestimmten Weise miteinander verknüpft sei. Hierdurch entsteht der Eindruck einer Linearität. Könnten wir erkennen, daß unsere jeweiligen Gedanken sich manifestieren, würden wir die Synchronizität2 erkennen; würden wir erkennen, daß Ursache (Gedanken) und Wirkung (Manifestation) dasselbe sind!

Sprung-Kluft_SNIP_hesalzmanngmailcomJe mehr wir uns also wegbewegen von dieser jeglicher Entwicklung innewohnenden Logik, und wir uns weiterhin füttern mit all diesen Falsch-Annahmen, kreieren wir uns eine Welt, in der Ursache und Wirkung scheinbar nichts miteinander gemein haben bzw. zwischen beiden eine große, fast unüberbrückbare Kluft existiert. Und diese Kluft versuchen wir zu überbrücken mit all unseren angestrengten Handlungen. Nur deshalb haben wir überhaupt dieses Gefühl, wir könnten durch bestimmte Handlungen eine andere Zukunft oder Welt oder ein anderes Gewordensein erzeugen. Denn auf dieser Seite der Kluft liegt die Ursache, auf der anderen Seite die Wirkung. Wir verknüpfen Ursache+Wirkung nicht mit unseren Gedanken, aus denen alles Manifestierte hervorgeht, sondern mit unseren Taten, weil die Taten das für uns Erkennbare sind, das Greifbare, das, was wir in unserer Schau erkennen und bewerten können.

Je größer die Kluft ist in dieser Form der Wahrnehmung, desto „mehr Zeit“ produziere ich zwischen Ursache und Wirkung; denn jegliche Wirkung (Manifestation) ist hierbei ja abhängig von meinem Tun und nicht meinem Denken. Je mehr ich diese Kluft verkleinern kann und vermehrt Synchronizitäten wahrnehme, desto eher habe ich die Chance zu erkennen, daß Ursache+Wirkung EIN und DASSELBE sind; daß jede Manifestation (Wirkung) aus meinen Gedanken (Ursache) hervorgeht.

Erst wenn ich diesen Zusammenhang erkenne und vermehrt wahrnehme, wird sich diese Kluft entsprechend verkleinern und ich sehe förmlich, wie Gedanken und Manifestation zusammenhängen und kann diese Erkenntnis nutzen für mich. Erst dann bin ich in der Lage, auch meine scheinbar festgefügte Meinung über meine sogenannte Vergangenheit zu ändern. So kann ich mich mehr und mehr entspannen und lösen von dem althergebrachten Konzept und werde sehr viel freier. Denn jetzt kann ich erkennen, daß ich kein Produkt meiner Vergangenheit bin oder meiner eingewurzelten Gewohnheiten, sondern daß ein Jedes, was mir begegnet in meinem Leben, ein Produkt meiner eigenen Gedanken ist. Und daß ich alles ändern kann, sobald ich in eine andere Richtung denke; daß das Denken im Jetzt stattfindet und also losgelöst ist von sämtlichen Annahmen eines „Gewordenseins aufgrund von Gewohnheiten“.

Genau das macht letztlich die Freiheit aus, die ich habe: Losgelöst von meinem Gedanken-Konzept eines aufgrund bestimmter Handlungen basierten Gewordenseins erlange ich die Freiheit, mein Werden im Jetzt zu kreieren – indem ich nun weiß, daß ich lediglich mein Denken zu ändern brauche, mein Denken all die entsprechenden Manifestationen nach sich zieht, und alles, all dies immer und überall im Jetzt stattfindet.

(Spax 15.3.13)

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Fußnoten

  1. Bashar (gechannelt durch Darryl Anka): Blueprint for Change, Kap. 8 „Welcome to Fourth Density“, ca. 1987, 51 ff. (engl.).
  2. Synchronizität: Ich nehme wahr, daß ich an etwas bestimmtes gedacht habe und es manifestiert sich; z.B. denke ich an eine Person und kurz drauf klingelt das Telefon und diese Person ruft an oder sie läuft mir am gleichen Tag über den Weg.