Leben ist süchtig

10. Juni 2015 at 00:09

Liebespaar_SNIPManch­mal den­ke ich, ein Grund dafür, daß ich mich an so we­ni­ge Din­ge aus mei­ner Kind­heit er­in­nern kann, liegt dar­in, weil ich vor al­lem in mei­ner Kind­heit so häufig „nicht an­we­send“ war. Die al­ler­meis­te Zeit ha­be ich in je­nen an­de­ren Be­rei­chen ver­bracht, in de­nen wahr­neh­mungs­tech­nisch ein Som­mer­aus­flug mit der Fa­mi­lie le­dig­lich ein va­ger fer­ner Traum ge­we­sen ist.

Was hieran doch sehr sehr er­staun­lich ist: daß vor al­lem (!!) al­le mei­ne Abhängig­kei­ten mich in mein 3D-Le­ben zie­hen – höchst­wahr­schein­lich, weil durch mei­ne Abhängig­kei­ten mei­ne Emo­tio­nen ge­bun­den wer­den. All un­se­re „Süchte“, un­se­re Sehn­sucht, un­se­re un­s­terb­li­chen Her­zenswünsche, erfüllen qua­si die­sen Zweck, uns ins 3D-Le­ben zu zie­hen. Oh­ne un­se­re Zweit­persönlich­keit, un­ter der wir so „lei­den“, was wären wir? Götter! Doch als Götter könn­ten wir all die­se klein­tei­li­gen Er­fah­run­gen nicht ma­chen, da wir stets wüßten, wer wir sind. Oh­ne Zweit­persönlich­keit wären wir auf je­den Fall min­des­tens in 4D. Oh­ne all die­sen „Murks“, als wel­chen wir un­ser 3D-Le­ben so häufig emp­fin­den, wäre es nicht möglich, über­haupt ei­ne be­wußte 3D-Er­fah­rung zu ma­chen.

(Spax 10.6.15)

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