Erleuchtung

„Er­leuch­tung“ ist ein Be­griff aus dem bud­dhis­ti­schen Er­kennt­nis­raum und be­zeich­net ei­ne Per­son, die auf­ge­wacht ist. Ich ver­wen­de die­sen Be­griff aus den­sel­ben Gründen nicht, wie ei­ni­ge an­de­re Be­griff­lich­kei­ten auch: Es gibt zu vie­le un­ter­schied­li­che An­sich­ten und Aus­sa­gen, die mit die­sem Be­griff ver­wo­ben und ir­reführend sind.

Auch rein tech­nisch ge­se­hen ist er nicht kor­rekt, denn ei­ne tatsächli­che Er­leuch­tung, und da­mit Er­hel­lung und vor al­lem Zu­sam­menführung, sämt­li­cher un­se­rer Be­wußt­seins­be­rei­che er­folgt erst im phy­si­schen Tod; oder – wie im Fal­le der Zau­be­rer oder an­de­rer hoch­ent­wi­ckel­ter Scha­ma­nen – durch die ei­ge­ne ab­sichts­vol­le Trans­for­ma­ti­on ins Nicht­phy­si­sche.

Darüber hin­aus haf­tet mir dem „Er­leuch­tungs“-Be­griff zu viel „Hei­lig­keit“ an, es fehlt ihm das Prag­ma­ti­sche und rein Prak­ti­sche, was mei­nes Er­ach­tens je­doch ein es­sen­ti­el­ler Teil des Auf­wa­chens ist: die Be­zo­gen­heit auf die Welt, in der man lebt.

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