Ich tanze in den Morgen

26. Juni 2015 at 01:18

Sekt_SNIPOh, wie ich das lie­be, in solch ei­ner ent­spann­ten Stim­mung auf­zu­wa­chen, in der ich mei­ne Ver­bin­dung so stark spüre. Das ist das bes­te über­haupt, es ist wie ei­ne „Er­wei­te­rung“ der in­ne­ren Stil­le, viel­leicht die „in­ne­re Stil­le in Ver­bun­den­heit“. Es ist das Spüren der „Sekt­bläschen des Le­bens“, wie sie durch mich hin­durch­pri­ckeln. Wie sehr ich die­sen Zu­stand lie­be, wenn ich mor­gens im Bett lie­ge und in Zwie­spra­che bin mit „drüben“ und all die­se Er­kennt­nis­se ha­be.

Denn dies ist, was nach dem großen Al­lein kommt: das Er­ken­nen, daß man nie­mals wirk­lich al­lein ist; doch die­se Er­kennt­nis erwächst durch mei­ne in­ne­re Ver­bun­den­heit, nicht durch all mei­ne phy­si­schen Ver­bin­dun­gen, wel­che in der 3D-Welt von ge­gen­sei­ti­ger Abhängig­keit ge­prägt sind an­statt von Be­din­gungs­lo­sig­keit. Denn dies ist, was ich in je­ner „ge­tra­ge­nen Stil­le“ ne­ben den Sekt­bläschen emp­fin­de: die­ses große Ge­liebt­wer­den, die­se große Freund­lich­keit, mit der ich „von drüben“ an­ge­schaut wer­de. Das si­ckert durch als Emp­fin­dung – ein Ge­liebt­wer­den und ein Emp­fin­den, als würden stets freund­li­che lie­ben­de Au­gen auf mich bli­cken und sa­gen: „Hey, du machst es gut, wir lie­ben dich, wir sind im­mer bei dir – sor­ge dich nicht, denn al­les ist gut.“ Und man weiß, daß dies stimmt.

Es sind je­weils die­se Mo­men­te, die mir wie­der genügend Mut ge­ben, um wei­terzu­ma­chen. Es sind je­weils die­se Mo­men­te, die mich gleich­falls mit ei­nem Gefühl von Sinn­haf­tig­keit ver­bin­den, daß dies al­les Sinn er­gibt, was ich hier tu′ und trei­be. Und ein eben­sol­ches Emp­fin­den für „Es ist ge­nau­so okay, wenn ich aufhöre“.

(Spax 26.6.15)

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