Gut + Böse

22. März 2015 at 06:21

Maske_Karneval-4_SNIPPINGEin in­ter­essan­ter Ge­dan­ke auf die Fra­ge hin: „Gibt es das Böse?“ Und mei­ne Ant­wort ist Nein, gibt es nicht, kann es nicht ge­ben. Dann: „Aber gibt es dann ein Gu­tes?“ Und mei­ne Ant­wort ist Ja, denn al­les ent­stammt „dem Gu­ten“, der Lie­be. Da­her gibt es kein „ab­so­lu­tes Böses“, aber tatsächlich ein „ab­so­lu­tes Gu­tes“, in wel­ches das so­ge­nann­te „Böse“ ein­ge­bet­tet ist, le­dig­lich um Rei­bung zu er­zeu­gen für neue Per­spek­ti­ven und Er­fah­run­gen.

So ge­se­hen gibt es al­so auch gark­ei­ne Dua­lität. Wir emp­fin­den dies bloß so, weil wir ständig auf das so­ge­nann­te „Böse“ star­ren und hier­von der­art hyp­no­ti­siert sind, daß wir mei­nen, es sei ir­gend­wie re­al; und da wir es wahr­neh­men, ist es ja auch re­al für den Au­gen­blick – als Er­fah­rungs­wert, aber nicht als ein Ab­so­lu­tes. Die­se bei­den Kräfte ste­hen sich über­haupt nicht ge­genüber, wie wir es so häufig be­schrei­ben oder emp­fin­den, son­dern wir sind stets in das „Gu­te“ ein­ge­bet­tet, ha­ben uns nur für For­schungs­zwe­cke da­zu ent­schie­den, un­se­ren Fo­kus ei­ne zeit­lang auf et­was an­de­res zu le­gen, was wir als „ne­ga­tiv“ emp­fin­den.

Wie soll­te uns ein Bild nicht re­al vor­kom­men, wenn wir jah­re­lang dar­auf­star­ren und rings­um­her nichts an­ders mehr wahr­neh­men können? Beim Auf­wa­chen geht es un­ter an­de­rem dar­um, die­sen hyp­no­ti­schen Zu­stand auf­zulösen, un­se­re Sicht wie­der zu ver­brei­tern und wie­der an­zu­er­ken­nen, daß un­ser ei­ge­ner Ge­dan­ken-Fo­kus dafür ver­ant­wort­lich ist, was wir wahr­neh­men. Wie­der zu er­ken­nen, daß wir auf je­dem Schritt und Tritt in je­nes Gu­te ein­ge­wo­ben sind, daß wir be­ste­hen aus die­ser Kraft; und daß un­ser je­wei­li­ges Er­le­ben, un­se­re Wahr­neh­mung aus­sch­ließlich mit un­se­rem in­ne­ren Fo­kus zu tun hat, den wir selbst je­der­zeit steu­ern können.

(Spax 22.3.15)

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