Gedanken – Schwingung – Wahrnehmung

19. Oktober 2016 at 01:37

Kopf_head_geraltVorbei ist vorbei. Es ergibt keinen Sinn, am Vergangenen zu hängen. Aber ist es nicht auch eine Art der „Meditation“, wenn man über Vergangenes oder Künftiges nachdenkt bzw. sich Szenarien vorstellt? Ist das nicht ähnlich wie wenn wir eben nicht inkarniert sind und uns all diese Szenen ausmalen? Wo liegt der Unterschied? In meiner „distanzierten“ Betrachtung (als nichtphysisches Wesen) kann ich in jedwede Timeline springen und diese mir betrachten; indem ich die Timeline in meiner Wahrnehmung abschreite, kann ich die Ereignisse nachempfinden und mir genauestens anschauen. Allein hierdurch kann ich zu neuen Schlüssen gelangen, wo gegebenenfalls eine Handlung besser wäre als das, was ich beobachte und wahrnehme. Durch mein Denken verändere ich das Wahrgenommene; also wird schlußendlich dadurch, daß ich meine Vorstellung auf irgend etwas lege das Betrachtete verändert je nach meiner Interpretation. Wo ist der Unterschied zum Inkarniertsein? Ich kann eine Vergangenheit nur in meiner Wahrnehmung verändern, in meiner Interpretation. Ist jemand gestorben in der physischen Welt, so ist er gestorben, auch wenn ich Zugang zu dessen Geist habe. Habe ich bestimmte Worte gesagt, so habe ich sie gesagt und diese Energie ausagiert.

Der Fokus des Higher Self kann jederzeit mühelos die Timeline wechseln und wahrnehmen, daß gleichfalls alle anderen Handlungsmöglichkeiten existieren und sich mit der entsprechenden Timeline verbinden. Das kann ich in der physischen Welt zwar auch, aber dennoch bleibe ich mit denjenigen Handlungen verbunden, die ich ausagiert habe. Und ein Toter bleibt ein Toter.

Eine Freundin und ich haben unsere Vergangenheit verändert, indem wir sie nun anders interpretieren – indem wir durchgegangen sind durch schwierige Gefühle und das Vergangene nun in einem anderen Licht sehen können. Nur dies, die Distanz zu einem Geschehen birgt die Möglichkeit einer alternativen Interpretation, auch wenn die einstigen Taten sich nicht ändern hierdurch.

Zeit-Hektik_time-SNIP_geraltWieviel von meiner Timeline kann ich ändern, was noch vor mir liegen mag? Zwar liegen ungezählte Alternativen und Möglichkeiten in jedem gegebenen Augenblick vor uns, aber ich habe einmal geschrieben, wir hätten nur jeweils eine einzige Wahl und das sei die, die wir aufgrund unseres Gewordenseins wählen. Das hieße, wir wären Sklaven unseres Denkprozesses. Und eigentlich ist es ja auch so, denn unsere Kopfgedanken produzieren automatisch jeweils ähnliche Gedanken. Und die Frage bleibt: Wie komme ich überhaupt zu einem neuen Gedanken? Wie schafft man es, aus seinen immergleichen Dankschleifen auszuscheren? Und auch hier bleibt die Antwort dieselbe: Entweder, indem ich meinen eigenen Denkprozeß untersuche, was McKenna „Autolyse“1 nennt, „Selbstverdauung“; denn mit den und durch die eigenen Gedanken fange ich an, dieses Gespinst zu durchdringen, mit all den dazugehörigen Fragen, die ich mir stelle: Weshalb denke ich das? Wo kommt dieser Gedanke her? Was ist ein Gedanke? Wer überhaupt denkt denn da? Habe ich einen Einfluß hierauf? Welchen? etc. Oder ich schaffe eine Richtungsänderung durch eine Schwingungsänderung – denn wie gesagt, automatisch werden Gedanken produziert, die meiner jeweiligen Schwingung entsprechen.

Da wir gottseidank Wesen sind, die wie ein Stehaufmännchen innerlich stets in die Richtung des „Glücklichseins“ drängen, werden wir in unserem Leben immer auch Situationen begegnen, die diese Qualität enthalten; und wenn wir diese positive Ausrichtung wählen, so erzeugen wir eine andere Schwingung, die automatisch zugehörige Gedanken produziert. Wäre mir also daran gelegen, ein glückliches Leben zu führen, so ist es sinnvoll, stets auf eine positive Ausrichtung meiner Gedanken, entsprechender Gefühle und folglich Schwingung zu achten. Die Erkenntnis über diesen Zusammenhang und Prozeß hilft, entsprechende Entscheidungen zu treffen.

All dies funktioniert freilich nur in einer dualen Welt, in der ich stets Bewertungen abgebe – „dies ist besser als jenes…“ Sobald ich mich jedoch im Seinszustand befinde, wobei der übliche Denkprozeß ausgeschaltet ist, löst das Duale sich auf und alles erhält einen Wert von Gleichrangigkeit. Damit entfällt jegliches Bewerten. Befinde ich mich im Seinszustand, empfinde ich daher alles als gleich gut, das heißt meine übliche Entscheidungsfindung über den Bewertungsprozeß funktioniert nicht mehr. Dies ist dann ersetzt durch das Verbundensein mit dem Higher Self, worüber ich Handlungsimpulse empfange. Sobald jedoch mein Verstand dazwischenfunkt und anfängt, diese Impulse bezüglich Wert, Produktivität, Sinnhaftigkeit etc. zu diskutieren und somit anzuzweifeln, bin ich aus der Verbundenheit schon wieder herausgefallen. Was ich mit dem neuen Gefühl der Verbundenheit lernen muß, ist daher eine neue Art der „Entscheidungsfindung“ bzw. eigentlich ist es keine Entscheidung mehr, die ich im Kopf treffe, sondern den Impuls, den ich verspüre, unhinterfragt ausagiere.

Je tiefer ich hineingleite in diese Art der Wahrnehmung und des Handelns in Verbundenheit, entsteht auch hier irgendwann eine Art Kommunikation, die ich vorher zumeist nicht in der Lage bin wahrzunehmen. Eine Kommunikation bedingt allerdings bereits zwei Parteien – hier das Higher Self und auf der anderen Seite das 3D-Wesen, das sich als ein Ich empfindet. Durch das Erleben in einem gegebenen Umfeld erhält das Einzelwesen Informationen und Eindrücke, die auf emotionaler Basis mit dem Higher Self verbunden sind. Da das Higher Self stets die Einheits-Schwingung repräsentiert, durchdringt es die Welt inklusive sämtlicher Wesen, die hierin eingebettet sind, mit der bestmöglichen Schwingung. Und setze ich dieser Schwingung nichts entgegen durch Zweifel, Widerstände, Kritik usw., reitet jedes Wesen mühelos auf dieser Schwingung, ist eingebettet in ein immerwährendes „Glücksgefühl“.

Sasquatch_SNIP_BernellIch denke gerade an Roxies Video, in dem sie die Sasquatch gechannelt hat2 und die Sasquatch von ihrer Zivilisation gesagt haben, sie würden gerade eine „Pause in der Entwicklung“ machen. Aber das ist glaube ich nur für unser Verständnis so formuliert, für das, was wir in unserem 3D-Sinn als „Entwicklung“ bezeichnen. Denn es ist nicht möglich, sich nicht zu entwickeln. Ein jedes Existierendes entwickelt sich und erhält allein durch das Sein weitere Erkenntnisse. Das liegt glaube ich auch daran, daß kein Wesen auf ewig eine immergleiche Erfahrung machen möchte. Ein Wunsch nach Veränderung, ein Fließen, ein Streben nach neuen Ufern ist allen Wesen eingebaut. Nichts, aber auch garnichts bleibt für immer wie es ist.

Die Sasquatch haben sich sozusagen mehr auf das Leben im Sein fokussiert, sind nicht wie die Menschen in das Trennende der Dualität eingetreten. So haben die Sasquatch zum Beispiel ihre bewußte Wahrnehmung für Mehrdimensionalität entwickelt. Da sie durch und mit der Energie des Higher Self agieren, wissen sie, daß es eine Frage des Sich-fokussierens ist, was man jeweils gerade wo erlebt. Daher können sie sich mühelos in das Erleben anderer Welten oder Wesenheiten in unterschiedlichen Dichten hinein und wieder hinausfokussieren.

Das ist interessant, daß die Sasquatch nun eine stärkere Aufmerksamkeit erhalten, weil wir uns ja in eine Richtung bewegen, in der wir uns ebenfalls mehr und mehr unserer Mehrdimensionalität bewußt werden. Sie sind gute Spiegel und vermutlich Lehrer für uns, können uns helfen, die neuen Energien und Erfahrungsräume zu integrieren; sie leben uns vor, was zu unserem nächsten Entwicklungsschritt gehört: das Empfinden, Leben und Sein in der Mehrdimensionalität.

(Spax  19.10.16)

Siehe auch den Beitrag vom 16.10.16: meditierendes Sein

 

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Fußnoten

  1. Jed McKenna ist ein Aufgewachter. Er bezeichnet den Prozeß, das eigene Denken zu untersuchen und zu hinterfragen als „Autolyse“ (Selbstverdauung).
  2. Ocyphius | The Sasquatch ~ Living in the Now. Sasquatch: Ein mehrdimensionales Wesen. „Sasquatch“ ist die kanadische Bezeichnung, „Bigfoot“ im US-amerikanischen Raum geläufig und „Yeti“ in Asien oder auch Europa gebräuchlich.