Gedanken-Fetzen I

20. Oktober 2015 at 02:50

Halloween-1_SNIP-2_Rand„Schwimmen gehen“. „Lampedusa“. Heute ist ein Wörtertag – oderwas. Gedanken. Fetzen. Und meine Gedanken wollen sich an jeden Wahrnehmungsfetzen hängen. Jeden. Egal welchen. Und dann entstehen Gedankenketten über irgendein Thema, welches z.B. mit dem Einwurf „Lampedusa“ angestoßen wurde. Wo kommen all diese Gedankenbröckchen her, die so hier und da aufblitzen?, die wir in der Regel garnicht bewußt wahrnehmen. Wir leben so sehr in unseren Köpfen, daß wir es schon garnicht mehr bemerken.

Natürlich passen all diese Gedankensplitter zur jeweiligen Schwingung, in der wir uns befinden, aber wo kommen sie her? Wie funktioniert das, daß unsere Denk-Festplatte permanent irgendetwas aussendet? Es ist, als hätte sie ein Leck. Das Meditieren – die Einübung des Ignorierens all der Gedanken – macht uns diesen völlig unbewußten Prozeß überhaupt erst bewußt, da ich meinen Fokus auf die Gedanken lege, eben weil ich lernen will, sie zu ignorieren. Durch das Ignorieren der Gedankenaktivitäten erreiche ich erst, daß die Festplatte nicht mehr leckt. Aber wieso tut sie das überhaupt? Weil wir das so eingeübt haben. Wir verknüpfen unser Lebensgefühl mit dem Dasein in unseren Köpfen: Was steht heute an? Was muß ich erledigen? Was war gestern? Welches Problemchen will gelöst werden? etc. etc. Es ist unsere vorherrschendste Number OneGewohnheit. Und weil wir, sobald wir morgens aufwachen uns als erstes wieder auf unser Leben fokussieren mit all seinen Aufgaben, setzen wir die Festplatte in Gang, die uns all die Daten hierfür liefert.

Das ist interessant, mir fällt gerade ein, daß Bashar1 mal gesagt hat, unsere Festplatte präsentiert uns jeweils diejenigen Daten, mit denen wir gerade arbeiten wollen. Dies ist ein Prozeß, der immer im Augenblick stattfindet. Das bedeutet: Würde ich mich auf einen spezifischen Gedanken fokussieren morgens (oder generell), so erhalte ich das gesamte Leben und Lebensgefühl als „äußere Umstände“ mitgeliefert. Hierdurch entsteht dann der Eindruck, als würden wir an ein „Gestern“ anknüpfen, als lebten wir in einer Kontinuität. Doch es ist andersherum, denn unser Primärfokus – ob bewußt oder unbewußt – liegt jeweils auf einem bestimmten Thema, auf einer Frage, der ich nachgehen will. So flexibel sind wir, ist unser Bewußtsein; indem wir uns auf eine Frage fokussieren, werden all die Begleitumstände mitgeliefert.

Das ist das der Grundfokus z.B. eines Lebens. Aber woher kommen diese Gedankenfetzen, die wie wahllos unser Hirn durchwandern und sich anbieten wie leichte Mädchen, damit wir unsere Aufmerksamkeit auf sie lenken?

(Siehe hierzu auch den Beitrag vom 21.10.15: Gedanken-Fetzen II.)

 (Spax 20.10.15)

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Fußnoten

  1. Bashar ist eine von Darryl Anka gechannelte Entität, die auf Essassani/Eshakani beheimatet ist.