Evolution

26. Januar 2013 at 18:38

Affe-Seiltanz_SNIP_Barni1Meine religiöse Oma hat immer gesagt: „Ihr könnt gerne vom Affen abstammen, wenn ihr wollt, aber Ich nicht!“ Über diesen Satz habe ich immer wieder mal nachgedacht. Und in den spirituellen Zusammenhängen heißt es ja auch, daß die Dinge sind, wie sie sind, daß „Evolution“ im darwinschen Sinne so nicht stattfindet. Das schien mir zwar logisch, aber so hundertprozentig klar war es mir dann doch nicht. Immer wieder kam ich an diesen Punkt zurück und an diese Frage: Wie entwickelt sich das Bewußtsein im Physischen?

Des weiteren wird in all den spirituellen Schriften auch immer gesagt, daß Steine etc. (das „Mineralreich“, das Elementare) die „1. Dichte“ sei, dann käme mit den Pflanzen und Tieren die „2. Dichte“ usw. Alles schön in einer Reihe und in Abstufungen aufgeteilt. Und dann, als „die Krönung“ ab der 3. Dichte sozusagen das, was wir als „bewußtes Leben“ definieren. Doch meines Erachtens ist dies nicht so. Das Bewußtsein an sich ist immer eine Gesamtheit, etwas, das man weder trennen noch in Häppchen aufteilen kann. Und da alles und jedes aus dem Gesamtbewußtsein hervorgeht, besteht auch jedes Einzelbewußtsein (persönliches Bewußtsein) aus der Gesamtheit all dessen, was ist. Und genauso, wie sich das „übergeordnete“ Gesamtbewußtsein in all den Myriaden Einzelbewußtseinen ausdrückt, so drücken sich die Einzelbewußtseine ebenfalls in einer Vielzahl verschiedener Dinge und Dichten gleichzeitig aus.

Eine Dichte bezeichnet ein Schwingungsfeld, das bestimmte Frequenzen umfaßt. Je „fester“ eine Materie ist, desto niedriger/langsamer ist die Frequenz, die ein solches Ding zusammenhält. Dies ist nur eine physikalische Beschreibung, in der keinerlei Wertung als „besser“ oder „schlechter“ enthalten ist. Schwingung ist eine Welle unterschiedlicher Länge.

Alle Formen, die existieren, sind zuallererst geträumt worden. Genau so, wie wenn ich eine neue Idee habe oder entwickele und diese in Gedanken weiterspinne und hierdurch eine neue „Gedankenform“ entsteht, so sind sämtliche Dinge auf diese Weise in Erscheinung getreten. Viele dieser Dinge – wahrscheinlich sogar alle – sind Gemeinschaftsträume; denn das persönliche Bewußtsein ist immer und überall verbunden mit dem Gesamtbewußtsein und daher mit allen anderen Dingen, die in der Schöpfung existieren. Und genau so, wie wenn ich eine neue Idee habe und diese in Gedanken immer weiterspinne bis zu jenem Zeitpunkt, wo die Energie hinter dieser Idee sich in einer Weise „aufgestaut“ hat, daß die Idee sich manifestiert bzw. ich selbst quasi zu dieser Idee werde, indem ich mehr und mehr „in sie hineinschlüpfe“, manifestieren sich all die Formen, die hieraus entstehen.

1) Das Bewußtsein erzeugt eine Form, indem es diese „träumt“ oder ersinnt.
2) Wenn diese neue Form verstärkt mit Energie aufgeladen wird – durch Gedanken und hieran gekoppelte Gefühle –, manifestiert sich diese Form in einer physischen oder nichtphysischen Dichte.
3) Das Bewußtsein identifiziert sich mit dieser Form, die es als Idee hervorgebracht hat; und ein Teil des persönlichen Bewußtseins drückt sich nun in dieser Idee aus und kann Erfahrungen machen, die durch diese Form ermöglicht werden.

Das Bewußtsein projiziert sich immer und überall in die Form und zieht sich auch wieder zurück aus ihr, wenn die entsprechende Erfahrung, die das Bewußtsein mit dieser Form machen wollte, „ausgereizt“ wurde.

Keimling-2_SNIP_SigAll Things strive. Alle Dinge, jedes einzelne, jedes Einzelbewußtsein, strebt nach Wachstum; wobei es nicht dieses „Ich will wachsen, also strebe ich das an“ ist, sondern genau andersherum: Weil ich existiere, habe ich eingebaut den Drang zu wachsen. Dies ist nicht mit einem „Wollen“ verbunden, sondern gehört ursächlich zum Ausdruck des Seins. Bewußtsein kann gar nicht anders als zu „wachsen“, d.h. sich weiter und weiter auszudehnen im Licht der Erkenntnisse, die ein persönliches Bewußtsein durch seine Erfahrungen sammelt. Sobald daher ein Einzelbewußtsein das Empfinden verspürt, es hätte eine bestimmte Seinserfahrung „hinter sich gelassen“ oder „vollendet“, so zieht es sich zurück aus der jeweiligen Form und strebt nach etwas neuem oder anderem.

Bewußtsein projiziert sich also immer und überall in eine bereits bestehende Form hinein, nicht andersherum. Darwins Evolutionstheorie versucht – wie fast alles menschliche Denken heutzutage – vom Außen her die Welt zu beschreiben, die allerdings immer und überall von innen her geschaffen wird. Zwar können Wissenschaftler für ihre diversen Theorien „Beweise“ finden, doch diese Beweise zeigen lediglich, welchen Fokus die Gedanken des jeweiligen Wissenschaftlers in seinem persönlichen Kontext haben, sie beweisen nichts!

Wir sind: ein Gedanke „Gottes“ (des Gesamtbewußtseins), der sich stetig weiterdenkt. Wir sind primär also eine Idee, ein Gedanke, kein „Ding“. Und indem ein Einzelbewußtsein einen Teil seiner Erfahrungswelt in eine Form hineinprojiziert, wird das jeweilige Ding belebt, weil es nun durch ein Bewußtsein „bewohnt“ wird.

(Spax  26.1.13)

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