Energiestrom des Bewußtseins

29. Mai 2016 at 00:20

hubble-große Spirale_SNIP-Blog_NASADer Gedanke von heute morgen: Wenn doch alles Energie ist und ich selbst aus diesem „Material“ bestehe, so wäre es doch phantastisch, herauszufinden, wie man bewußt diese Energie lenken und steuern kann. Statt also zu denken „Ich bestehe aus Energie“, zu sagen „Ich bin: Energie!“

Energie ist ein Stoff mit einer Polung – oder? Elektromagnetische Teilchen, die zusammenwirken. Doch noch bevor ich aus Energie bestehe, bestehe ich aus Bewußtsein. Denn ohne das Bewußtsein ist es nicht möglich, die Energie zum Beispiel in Dinge auszuformen oder in Bewegung umzusetzen, ihr eine Richtung zu geben. Das ist es daher immer und überall: Woraus man im KERN besteht, ist das Bewußtsein. Sobald ich meinen Bewußtseins-Fokus abziehe von meiner 3D-Persönlichkeit oder von dieser Welt, lege ich ihn auf etwas anderes – andere Seinszustände, andere Welten oder Personen.

Das Aufrechterhalten des materiellen Körpers während man den Fokus entschärft gleicht dann einer nächtlichen Fabrik, die auf Standby läuft, denn es gibt nun keine Impulse mehr, die den Körper in Bewegung setzen, der Energiestrom ist auf Ruhe-Energie geschaltet. Lediglich im Hintergrund läuft das Nacht-Aggregat, das die Grundfunktionen aufrechterhält. Dennoch hat das Bewußtsein all seine Energie und Körper stets bewußt. Um die Energie eines Körpers zu lenken muß ich allerdings nicht unbedingt in meinem Tagesbewußtsein über Bewußtsein und all diese Dinge Bescheid wissen. Das Tagesbewußtsein ist wie all die Arbeiter, die morgens in die Fabrik kommen und ihre Maschine wieder in Gang setzen: Es geht automatisch mit seiner Maschine (dem Körper) um. Selbst um die Energie, die diesem Körper zur Verfügung steht zu lenken, genügt das Tagesbewußtsein, das sich zum Beispiel bestimmte Ziele setzt und hierdurch den Energiestrom in Bewegung bringt.

Ich erweitere jedoch mein Tagesbewußtsein, wenn ich mir der Mechanismen oder der Funktionsweise meines persönlichen Bewußtseins bewußt werde. Denn über das Erkennen meines Bewußtseins vermag ich Energieströme wahrzunehmen. Das Bewußtsein kann auf diesen Energieströmen reisen und diese erkunden. Gleichfalls kann es selbst Energieströme erzeugen und ganz bewußt Energien lenken. Sich allein über das Bewußtsein bewußt zu sein erzeugt noch keinen Energiestrom, ist ein passives Betrachten. Um mir meiner eigenen Position im riesigen Geflecht unseres Universums klar zu werden, muß ich mein Bewußtsein erkennen können und in der Lage sein, mich mit ihm zu verbinden. Je mehr Details ich tagesbewußt wahrnehmen kann, desto umfassender wird der Blick der jeweiligen Person, mit der ich mich grad identifiziere; das ist, was wir als Bewußtseins-Erweiterung bezeichnen: Mit einer vermehrten Bewußtseins-Schärfung erweitern wir unsere Wahrnehmungsmöglichkeiten.

Je weiter ich schauen kann, je mehr oder umfassendere Zusammenhänge ich wahrnehmen kann, desto klarer wird mir die Funktionsweise des Bewußtseins. Und erst, wenn ich in der Lage bin, mich mit meinem eigenen Bewußtsein zu verbinden und hierdurch einen größeren Überblick erhalte, wird es mir hierüber möglich, Energien bewußt zu lenken. Ist dies denn nicht das eigentliche Geheimnis? Es ist das Geheimnis der „Macht“, die eigenen Energien oder die eigene Kraft bewußt lenken zu können.

Unterdrückung_SNIP-2_geraltDoch an diesem Punkt gibt es noch einen feinen Unterschied, denn das Tagesbewußtsein ist gern auf einen Vorteil bedacht und setzt hierfür seine Energie ein. Ich meine hier nicht persönliche Wünsche wie beispielsweise ein Auto, sondern die Macht, die es gern über andere Personen oder über die Natur haben will; eine Macht, die dem Tagesbewußtsein angehört und dem Glauben, eigenständig die Welt nach den eigenen Wünschen lenken zu können. Es ist dies nichts anderes wie der Arbeiter, der automatisch seine Maschine in Gang setzt, lediglich mit einem breiteren Wahrnehmungsradius. Doch Weisheit entsteht erst, wenn ich mich dem größeren Bewußtseinsstrom unterordne: wenn ich meinen gewählten Platz in diesem Großen+Ganzen akzeptiere und eben nicht meinen Energiestrom über das Tagesbewußtsein lenke, sondern mich mit meinem Higher Self, mit meinem persönlichen Bewußtsein verbinde und dessen Impulsen, Ideen und Eingebungen folge. Auf diese Weise nutze ich die zur Verfügung gestellten Energien auf bestmögliche und optimale Weise. Denn ich klinke mich ein in den Energiestrom, der in eine bestimmte Richtung fließt, ohne hieran etwas manipulieren zu wollen. Ich lasse mein Boot zu Wasser und reite auf diesem Strom – anstatt zu einem anderen Fluß zu laufen, weil mein Tagesbewußtsein glaubt, dort interessantere Leute zu treffen oder besseren Einfluß nehmen zu können. Wir alle sind besser beraten, auf unserem innewohnenden Hauptstrom zu reisen und uns tragen zu lassen von jener machtvollen Strömung, die uns durch das Leben schaukelt. Dies bewußt zu wissen ist ein Vorteil, auch wenn die Umsetzung nicht einfach ist, weil das Tagesbewußtsein gern dazwischenfunkt, seine Kommentare abgibt, Zweifel sät und keinerlei Vertrauen in diesen Prozeß hat.

Thema ist daher nicht, die Energie besser zu verstehen, sondern die Wahrnehmung des Tagesbewußtseins für die Bereiche des persönlichen Bewußtseins und des Gesamtbewußtseins stets zu erweitern und somit die Chance, all die vielfältigen Mechanismen des Bewußtseins zu begreifen und weiter und weiter auszudehnen – das Bewußtsein sozusagen bewußt einzusetzen.

(Spax  29.5.16)

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