Energie, Scotti !

9. Januar 2013 at 04:22

Energie_WIKI-Nicola Tesla_SNIPGanz er­staun­li­che Er­kennt­nis ge­habt ges­tern – so er­staun­lich wie ba­nal und sim­pel – wie al­les we­sent­li­che eben… Ges­tern konn­te ich spüren, wie tief die­ser Glau­be in mir ver­wur­zelt ist, daß ich ar­bei­ten oder hart ar­bei­ten müsse, um ein klein we­nig Geld zu ha­ben; daß ich glau­be, ich müßte für ein paar Kröten mei­ne See­le verhökern. Ich glau­be das wirk­lich, denn so geht das in mei­nem Hirns­kas­ten dann vor sich: „Tja, der Auf­trag ist jetzt um ei­ni­ges re­du­ziert, al­so nur noch 1x im Vier­tel­jahr und dann auch nicht die­se Men­ge wie jetzt.“ Und schon be­ginnt et­was – mei­ne ewi­ge Sor­ge ver­mut­lich – in mir zu rech­nen und platzt her­aus mit dem Ge­dan­ken: „Ogott, ich brau­che einen an­de­ren Job/Ne­ben­job, denn da­von kann ich nicht le­ben“ – dann fängt es an in mir zu rech­nen, weil es eben die­se hartnäcki­ge Stel­le gibt in mir, die per­ma­nent je­den ein­zel­nen Cent um­dreht und im Kopf hat und da­mit rech­net und spart und mei­ne Ge­dan­ken ein­schränkt… Mei­ne Ge­dan­ken, sie sind ans Geld ge­knüpft wie Skla­ven. Bes­ser ist es, die­se Art Ge­dan­ken auf­zu­knüpfen wie Ban­di­ten. Aber mei­ne Ge­dan­ken an sich sind ja „bloß“ Ener­gie.

Ener­gie denkt nicht, Ener­gie ist ein Span­nungs­feld, das ent­steht. Ener­gie, das ist der Trans­por­teur für ein­fach al­les: für Ge­dan­ken, für Ma­te­rie, für ein­fach al­les! So, wie wenn man sich vor­stellt, daß es kei­nen „lee­ren“ Raum gibt, son­dern der „Raum“ (das All, al­les was wir als Räume wahr­neh­men, in de­nen sich „nichts“ be­fin­det) an­gefüllt ist mit die­ser un­er­meßli­chen Ener­gie. Es ist ein Po­ten­ti­al. Das ist die­se uni­ver­sel­le un­er­meßli­che Ener­gie, die wir zur Verfügung ha­ben! Sie ist ein­fach da. Und was Ener­gie „tut“, ist: sie rich­tet sich aus. Da­durch, daß ich durch Ge­dan­ken zum Bei­spiel Ener­gie auf­la­de, ver­se­he ich sie mit Span­nung, d.h. ich ge­be ihr ei­ne Rich­tung. Die Rich­tung und „Men­ge“ von Ener­gie, die ich „auf­la­de“ und „aus­rich­te“ hängt mit mei­nem Fo­kus zu­sam­men, den ich auf ei­ne Sa­che oder einen Ge­dan­ken rich­te; d.h.: mit mei­nem Wil­len.

Und hier­bei ist es gleichgültig, ob ich dies be­wußt oder un­be­wußt tue! – ein­fach da­durch, daß mein in­ne­rer Fo­kus und so­mit mein Ge­samt­fo­kus (um den ich weiß oder nicht weiß) auf ir­gend­et­was Be­stimm­tes oder Un­be­stimm­tes aus­ge­rich­tet ist, set­ze ich die­se Ener­gie­mas­sen in Be­we­gung! Auch von die­sem Aspekt her ist es sinn­voll, zu er­gründen, wel­che Ge­stalt oder wel­chen In­halt die ei­ge­nen Glau­benssätze1 ha­ben, denn zu ge­nau die­ser Ge­stalt wird sich die Ener­gie, die ich hier­durch aus­rich­te, for­men.

Die Rich­tung und Ver­dich­tung der Ener­gie ist ein Po­ten­ti­al, ei­ne Möglich­keit – und eben ei­ne von un-end­li­chen! Durch Ide­en (be­wußt oder un­be­wußt), durch Ge­dan­ken (be­wußt oder un­be­wußt), durch un­se­re Glau­benssätze (be­wußt oder un­be­wußt) so­wie durch un­se­ren Wil­len wird die­ses un­er­meßli­che Ener­gie­po­ten­ti­al aus­ge­rich­tet! Das ist rei­ne Phy­sik! Ich er­zeu­ge einen Ener­gie­strom, der in ei­ne be­stimm­te Rich­tung fließt. Und durch mei­nen Fo­kus oder Wil­len oder ei­ne Idee, die emo­tio­nal auf­ge­la­den ist, bündelt sich die Ener­gie und fließt in ge­nau die­se Rich­tung. Je kla­rer der Fo­kus, de­sto kraft­vol­ler der Ener­gie­strahl.

Da­her ist das ge­nau so: je mehr z.B. ei­ne Per­son oder ein Be­wußtsein um die ei­ge­nen Ge­dan­ken weiß und die ver­bor­ge­nen Glau­benssätze auf­ge­deckt hat, die in der Ge­samtaus­strah­lung im­mer mit­schwin­gen, de­sto kla­rer ist der Fo­kus und so­mit die Schwin­gung, die ich aus­sen­de. Die ei­gent­li­che Power hin­ter dem Ener­gief­luß ist der Wil­le und das Be­wußtsein. Selbst wenn ich mir über vie­le Din­ge, die all­ge­mein in mei­nem Be­wußtsein schwin­gen, nicht (ta­ges)be­wußt bin, kann ich den­noch durch einen in­ten­si­ven ge­zielt ge­rich­te­ten Fo­kus Ener­gie in ei­ne be­stimm­te Rich­tung bündeln.

Abra­ham:2 „Al­le Din­ge sind zwei Din­ge“. So­bald ich mich auf ei­ne Sa­che fo­kus­sie­re, ha­be ich ei­ne Münze mit zwei Sei­ten in der Hand: das („Ding“), wel­ches ich will so­wie die Sor­ge oder den Zwei­fel, ich könn­te die­ses Ding nicht be­kom­men oder er­rei­chen. Das heißt: Wenn ich weiß, was ich will (z.B. Geld) und fo­kus­sie­re mich dar­auf, daß ich viel Geld ha­ben will, neh­me ich zeit­gleich mit in mei­nen Fo­kus all die Ängs­te und sons­ti­gen Glau­benssätze, die ich mit die­sem The­ma ver­bin­de. Ich hal­te im­mer bei­des in der Hand: das, was ich will, mit der Angst, es nicht zu be­kom­men. Und da­her funk­tio­nie­ren so un­end­lich vie­le Fo­kus-Übun­gen nicht, weil die ei­ge­nen Ängs­te im­mer mit im Boot sit­zen (ein Teil von der Schwin­gung sind, die ich aus­strah­le). Von da­her ist es am wahr­schein­lichs­ten, daß sich nicht we­sent­lich et­was ändert, auch wenn ich ewi­ge Zei­ten ir­gend­wel­che Übun­gen ma­che.

Energie-Igel_plasma-389438_1280Da Ener­gie selbst kein Be­wußtsein hat, son­dern neu­tral ist, ist es möglich, z.B. Din­ge (oder Or­te) mit Ener­gie auf­zu­la­den. Die Emo­tio­nen be­stim­men die La­dung qua­si, al­so: Je stärker der Fo­kus/Wil­le/Emo­ti­on, de­sto stärker ist ein Teil/Sa­che/Ge­dan­ke auf­ge­la­den. Sol­cher­art gebündel­te Ener­gie be­steht fort und ist qua­si „un­veränder­lich“. Der Wil­le hin­ter der Aus­rich­tung oder der Fo­kus wirkt wie ein Mo­tor: Wenn ich al­so ei­ner Sa­che per­ma­nent wei­ter Ener­gie hin­zufüge, wächst sie. So ist die „Bat­te­rie“ ent­stan­den, die die Da­vid-Néel3 ge­schaf­fen hat durch ih­ren Wunsch, einen Part­ner oder Be­glei­ter zu ha­ben; bis zu dem Punkt, wo an­de­re die­sen ima­ginären Be­glei­ter se­hen konn­ten – ei­ne Ge­dan­ken­form, die ein­fach auf­ge­la­den ist durch ei­ne star­ke Sehn­sucht und die Vor­stel­lung, es wäre je­mand da. Da ei­ne sol­che Fi­gur/Struk­tur aber eben auch ein Teil ist von mir selbst und mei­ne ei­ge­ne Krea­ti­on, bein­hal­tet ei­ne sol­che Fi­gur gleich­falls das Po­ten­ti­al mei­ner Ängs­te (z.B. der Nicht­exis­tenz). Als Da­vid-Néel dies er­kann­te, hat sie die­se „Bat­te­rie“ wie­der lang­sam ent­la­den, bis die­se Struk­tur sich wie­der auf­gelöst hat. g Ge­dan­ken sind Din­ge und er­schaf­fen Din­ge! – ein­fach weil ich durch mei­ne Ge­dan­ken, mei­nen Wil­len, Ener­gie aus­rich­te. Ge­meint sind nicht die nor­ma­len Kopf­ge­dan­ken, die in ih­rem ewi­gen Au­to­ma­tikstrom vor sich hin plap­pern, son­dern je­ne Ide­en und Ge­dan­ken, die emo­tio­nal auf­ge­la­den und wil­lent­lich fo­kus­siert sind. (Die un­be­wußten „Au­to­ma­tik­ge­dan­ken“ re­pro­du­zie­ren le­dig­lich das Im­merglei­che.)

Und ge­nau des­we­gen funk­tio­nie­ren „Wunscherfüllun­gen“ bes­ser in Not­si­tua­tio­nen: denn wenn man mit dem Rücken an der Wand steht, hat man kei­ne Zeit mehr für va­ge Möglich­kei­ten oder Zau­de­rei, man muß Hier + Jetzt ei­ne kraft­vol­le Ent­schei­dung tref­fen. So wird die Kraft je­ner Ener­gie da­durch ge­ne­riert, daß man sich ent­schei­den muß, man hat kei­ne Zeit mehr für müßige Ge­dan­ken­spie­le­rei­en. In sol­chen Mo­men­ten ist man fo­kus­siert auf ein ein­zi­ges Ziel, ei­ne ein­zi­ge Sa­che – und da­her erfüllen sich der­ar­ti­ge Ent­schei­dun­gen/Wünsche qua­si in­stant­ly, eben weil sie so stark ziel­ge­rich­tet und klar sind (al­so nicht ge­trübt durch zig an­de­re Ge­dan­ken und all die Zwei­fel etc.).

Mit die­ser Art Ener­gie, er­zeugt durch einen sehr kla­ren Fo­kus, können auch Ge­genstände auf­ge­la­den wer­den. Es ist nichts an­de­res als daß ich im Prin­zip ei­nem Ge­gen­stand sa­ge, was er ist und er wird sich ent­spre­chend aus­rich­ten (mit die­ser Ener­gie auf­la­den).

Auch mein Körper ist nichts wei­ter als ein ver­dich­te­tes Ener­gie­feld: Er ge­horcht mei­nem Be­wußtsein. Er wird im­mer ge­nau das Bild (die Form) an­neh­men, die ich mir „vor­stel­le“. Nähre ich ihn z.B. mit Ängs­ten vorm Dick­sein, so ist das die Ener­gie mit der ich ihn fütte­re. Das ist der Grund, wes­halb Diäten oder sons­ti­ge Din­ge nicht funk­tio­nie­ren, es hängt mit mei­nem Fo­kus zu­sam­men und der Ener­gie, wie ich sie len­ke. Das ist eben­falls der Grund, wes­halb Ge­stalt­wand­lung funk­tio­niert. 1) weil ich an­neh­me, daß es möglich ist, 2) weil ich in der La­ge bin, mei­ne Ener­gie ent­spre­chend zu bündeln und aus­zu­rich­ten, und 3) in­dem ich weiß, daß ich nur ein „ver­dich­te­tes Ener­gie­feld“ bin (al­so mein Körper, der von mei­nem Be­wußtsein auf­recht­er­hal­ten wird).

Weil wir in die­ser phy­si­schen Welt ler­nen, voll­kom­men ab­stru­se Din­ge für re­al zu hal­ten, sind sie re­al für uns: Ich glau­be, daß ich „ge­bo­ren wur­de“, wo­hin­ge­gen sich ein­fach nur ein Teil mei­nes Ge­samt­be­wußtseins dar­auf fo­kus­siert, in ei­ner be­stimm­ten Wei­se sich zu ver­dich­ten, um Er­fah­run­gen zu ma­chen. Mein Körper ist mit die­ser Art Fo­kus auf­ge­la­den. Und weil ich mit und durch die­sen Fo­kus, der von mei­nem „persönli­chen Ge­samt­be­wußtsein“ aus­geht, mei­nen Körper über­haupt erst for­me, ist natürlich je­de ein­zel­ne Zel­le auf­ge­la­den mit dem ge­sam­ten Wis­sen die­ses Mo­tors – des Ur­sprungs, des Fo­kus­ses, der mein Ge­samt­be­wußtsein ist. Al­le Ma­te­rie ist le­dig­lich fo­kus­sier­te Ener­gie (er­zeugt durch das Be­wußtsein, ge­formt mit ei­ner Idee), die sich ver­dich­tet.

212037-SNIPPING_main_ParallelweltenAll das wis­sen wir noch sehr ge­nau, wenn die­se spe­zi­el­le Be­wußtseins­idee (ein Mensch zu sein) sich im Körper­li­chen als „persönli­ches Be­wußtsein“ ma­ni­fes­tiert. Wir sind nichts an­de­res als ei­ne spe­zi­el­le Idee, die sich mit dem Fo­kus auf be­stimm­te At­tri­bu­te aus­sen­det. Ein­ge­bet­tet ist die­se „persönli­che Fo­kus­sie­rung“ in das „Kol­lek­tiv­be­wußtsein“, den kol­lek­ti­ven Traum, der gan­ze Wel­ten formt. Das ist die et­was über­ge­ord­ne­te Ebe­ne, wel­che ei­ne „größere Idee“ fo­kus­siert oder „träumt“, die sich ver­dich­tet zu Pla­ne­ten und Wel­ten und Uni­ver­sen… In­dem wir al­so auf die­se spe­zi­el­le Welt ge­ra­ten, ver­bin­den wir uns gleich­falls mit der Kol­lek­tiv-Idee, an der ein „Mas­sen­be­wußtsein“ ar­bei­tet (al­so vie­le Ein­zel­be­wußtsei­ne, die an die­ser spe­zi­el­len Idee be­tei­ligt sind und die­se nähren und span­nend fin­den). Die­se Mas­se­nidee, die­ser Mas­sen­fo­kus kre­i­ert die Ver­dich­tung z.B. die­ser spe­zi­el­len Welt, auf die sich al­le, die dar­an be­tei­ligt sind, ge­ei­nigt ha­ben. Auch das weiß ich, wenn ich als Kind „ge­bo­ren wer­de“. All dies weiß ich noch, so­bald ich hier lan­de als Neu­ge­bo­re­nes. Und dann wird′s span­nend, denn – ob­wohl ich weiß, daß ich selbst mich kre­i­ert ha­be als Mensch oder We­sen und ge­nau die­se Macht im­mer und über­all in mei­nen Händen liegt (die Macht, mein ei­ge­nes Be­wußtsein zu fo­kus­sie­ren), ge­ra­te ich in ein sehr ver­dich­te­tes Span­nungs­feld, kre­i­ert durch all die ver­schie­de­nen Ide­en, die hier im ein­zel­nen und kol­lek­tiv fo­kus­siert sind. Und auch wenn es im Kern nicht wirk­lich möglich ist, mei­nen ei­ge­nen „Fo­kus“ der Ur­sprungs­idee zu verändern, die ich bil­de, so ge­ra­te ich doch in ein Feld, in dem kol­lek­tiv (al­so jetzt auf ir­di­scher, ma­te­ri­el­ler Ebe­ne) ganz be­stimm­te spe­zi­el­le Ide­en (bzw. Glau­benssätze) fo­kus­siert sind. Und die­ser Kol­lek­tiv-Fo­kus der je­wei­li­gen Ge­sell­schaft/Fa­mi­lie etc., dem mein persönli­ches Be­wußtsein jetzt aus­ge­setzt ist, ist oh­ne Un­ter­laß vom ers­ten Atem­zug an auf mich ge­rich­tet.

So ent­steht die „Auf­spal­tung des Be­wußtseins“ in je­nen Teil, den ich als „wahr“ und „rich­tig“ emp­fin­de (der Teil, den wir dann später als „See­le“, „höher­es Selbst“ o.ä. be­schrei­ben) und je­nen Teil, der die­se Welt/Ge­sell­schaft/Fa­mi­lie etc. auf ei­ne be­stimm­te Wei­se be­schreibt. Am An­fang „wehrt“ das Kind sich, weil es den Fo­kus für die ei­ge­ne „be­wußte Ganz­heit“ nicht ver­lie­ren will – je­nen Teil, der ge­nau weiß, daß er selbst sein ei­ge­nes Pro­dukt des ei­ge­nen Fo­kus‘ ist, mit der Ab­sicht, ei­ge­ne Ide­en wei­ter zu ver­dich­ten und in die­ser Il­lu­si­ons­welt mit an­ders aus­ge­rich­te­ten persönli­chen Be­wußtsei­nen zu in­ter­a­gie­ren; just for the fun of it!, ein­fach, weil wir dies können, weil dies möglich ist.

Und dann ge­schieht qua­si das­sel­be wie wenn ich – be­wußt und ab­sicht­lich – einen Ge­gen­stand mit Ener­gie auf­la­de oder ei­ne „Bat­te­rie“ er­zeu­ge: Durch den kon­stan­ten und ve­he­men­ten Kol­lek­tiv-Fo­kus all der Be­wußtsei­ne des Um­fel­des, in das ich mich hin­ein­be­ge­be, wer­de ich selbst mit die­ser Ener­gie auf­ge­la­den; d.h. mit ge­nau all je­nen Ide­en und Glau­benssätzen, die je­weils vor­herr­schen. So ler­ne ich nach und nach in die­se „zwei­te Haut“ zu schlüpfen; zunächst noch mit dem Wis­sen, daß ich „ein we­nig mit­spie­le“, ob­wohl ich ge­nau weiß, daß al­les ganz an­ders ist; aber peu à peu wer­de ich auf­ge­la­den wie ei­ne Bat­te­rie – mit Glau­benssätzen, Ängs­ten, Vor­stel­lun­gen und Ide­en, die nicht den mei­nen ent­spre­chen. Peu à peu ver­lie­re ich hier­durch mei­ne ei­ge­ne Wahr­neh­mung (viel­leicht auch, weil nie­mand sie teilt oder spie­gelt) und ler­ne die „Be­schrei­bung der Welt“ mei­nes Um­fel­des.

So ler­nen wir, un­ser Be­wußtsein auf­zu­spal­ten in je­nen Teil, der un­se­re „Ganz­heit“ aus­macht und je­nen Teil, der nichts wei­ter ist als die Ener­gie ei­ner auf­ge­la­de­nen Bat­te­rie (der Fo­kus mei­nes Um­fel­des mit sämt­li­chen Glau­benssätzen). So ler­nen wir nach und nach uns selbst ir­gend­wann für die­se Bat­te­rie zu hal­ten und re­pro­du­zie­ren all die Ide­en und Glau­bens­sätze, mit de­nen wir auf­ge­la­den wur­den. Und es dau­ert nicht lang und wir hal­ten uns selbst für die Idee der an­de­ren, und be­gin­nen, durch die­sen künst­lich er­zeug­ten Fo­kus zu schau­en und ge­nau die­se Ide­en und Vor­stel­lun­gen zu re­präsen­tie­ren, die auf uns pro­ji­ziert wur­den und wer­den. Al­ler­spätes­tens wenn wir „men­tal auf­wa­chen“ (als Tee­nies) sind wir selbst be­reits ei­ne Re­präsen­ta­ti­on die­ser künst­lich er­zeug­ten Ide­en­mus­ter. Der Schmerz al­ler­dings, der aus dem Wis­sen stammt, daß ei­gent­lich al­les ganz an­ders ist oder „sein soll­te“, der be­glei­tet uns dann le­bens­lang. Im­mer die­ses na­gen­de Gefühl, daß da doch noch et­was an­de­res sein müßte… mehr Glück, mehr Zu­frie­den­heit, mehr ei­ge­nes Le­ben. Aber da­von sind wir jetzt ab­ge­schnit­ten, weil wir selbst nur noch durch den Fo­kus je­ner Bat­te­rie schau­en (vie­le nen­nen es die „Ego-Struk­tur“, ich nen­ne es die „Zweit­persönlich­keit“) und wir un­se­re Emp­fin­dun­gen von Ein­heit, Ganz­heit und Ver­bun­den­heit (mit dem Selbst, dem persönli­chen Be­wußtsein) von uns ab­ge­schnit­ten bzw. weg-fo­kus­siert ha­ben.

Affen_drei_monkey-557586_1280Und natürlich wird es nicht bes­ser! Denn je länger wir wei­ter­hin dar­an rätseln, wie­so das Le­ben nicht funk­tio­niert für uns, sind wir wei­ter­hin dem Fo­kus un­se­res Um­fel­des aus­ge­setzt und hören im­mer und über­all die­sel­ben Sätze – im­mer und im­mer wie­der, es scheint al­so nichts an­de­res zu ge­ben. Und weil wir ja mitt­ler­wei­le selbst durch die­se Bril­le schau­en, glau­ben wir, wir könn­ten et­was verändern, in­dem wir et­was an­de­res tun – einen an­de­ren Be­ruf, ei­ne an­de­re Schu­le, ein an­de­res Hob­by etc. – und dann, ja dann wären wir glück­lich/frei/zu­frie­den. So wird un­ser Le­ben zu ei­ner ein­zi­gen „Su­che nach dem Wah­ren“, nach dem Ding, das funk­tio­niert; aber nichts, nichts von al­le­dem wird uns die­se Be­frie­di­gung brin­gen, denn wir schau­en durch die künst­li­che Bril­le.

Weil wei­ter­hin ei­ner der stärks­ten Glau­benssätze dann ist, daß man alt wird und da­mit ge­brech­lich und viel­leicht noch dumm, wer­den wir ge­nau das; und er­ken­nen, daß das Le­ben viel­leicht nicht so war, wie wir glaub­ten, daß es hätte sein können („wenn nicht die An­de­ren…“). Doch neh­me ich an, daß zu­al­ler­meist je­ner an­de­re trüge­ri­sche Me­cha­nis­mus greift, der mit die­sem künst­li­chen Fo­kus ein­her­geht: Da man schon längst nicht mehr er­ken­nen kann, was man hätte an­ders ma­chen (d.h. tun) können, re­det man sich ein, daß al­les schon gut oder rich­tig war – oder in vie­len Fällen das so­ge­nann­te „Schick­sal“ dies al­les so „her­bei­geführt“ hat. Denn dies gehört mit zu die­ser Art der Sicht­wei­se: daß wir un­se­re ei­ge­nen Ent­schei­dun­gen ein­bau­en in un­ser künst­li­ches Welt­bild, da die­ses Welt­bild ja of­fen­bar aus nichts an­de­rem be­steht.

Schlußend­lich lau­ert das „Ge­spenst des To­des“: Wir fürch­ten uns das gan­ze Le­ben vor je­nem „Mons­ter“, das uns „ei­nes Ta­ges holt…“ Und warum fürch­ten wir uns?, weil wir ver­ges­sen ha­ben, daß auch dies ei­ne Ent­schei­dung ist, ei­ne Ent­schei­dung, den Fo­kus wie­der an­ders­wo­hin zu le­gen. Da wir – bis auf ein paar we­ni­ge Jähr­chen ganz zu Be­ginn, durch die­ses ri­go­ro­se Trai­ning uns nicht mehr selbst als ver­ant­wort­lich emp­fin­den für un­ser Le­ben, des­sen Umstände oder auch ei­ge­ne Ta­ten, wie soll­ten wir noch er­ken­nen können, daß auch – wie al­les an­de­re! – das Aus­schei­den aus die­sem Be­wußtseinss­piel ei­ne ei­ge­ne Ent­schei­dung ist und nichts wei­ter als die Ver­la­ge­rung des Fo­kus­ses?! Nun, die meis­ten wer­den zeit­gleich über­rascht sein und sich er­in­nern, wenn sie ster­ben: 1) daß der Tod ei­ne Il­lu­si­on ist und das Be­wußtsein nicht be­trifft und 2) er­ken­nen, wie ir­re­al das so­eben ge­leb­te „Le­ben“ ist oder war. Zeit­gleich wer­den sie Frie­den schließen da­mit und so­fort wie­der ver­bun­den sein mit ih­rem Fo­kus des persönli­chen Be­wußtseins (und sich le­ben­dig fühlen wie nie zu­vor!).

Des­halb sa­gen all je­ne, die während des phy­si­schen Le­bens auf­ge­wacht sind (al­so aus die­sem Il­lu­si­ons-Traum), man müsse „während der Le­bens­zeit ster­ben“, um auf­zu­wa­chen. Es ist nichts an­de­res als sich wie­der mit dem ei­ge­nen Fo­kus, der ei­ge­nen Freu­de, wie­der mit dem ei­ge­nen Be­wußtsein zu ver­bin­den. Um dies al­ler­dings tun zu können, muß man er­ken­nen können, daß man in die­sem Traum­fo­kus ver­haf­tet ist – und das wie­der­um kann man ei­gent­lich nur er­ken­nen, wenn man auf­ge­wacht ist.

Wippe-Känguruh_SNIPPINGNoch­mal zur Ba­lan­ce: Ba­lan­ce ist der Neu­tral­punkt, aus dem al­les ent­steht (das Po­ten­ti­al). Da­her ist al­les, was ist oder ent­steht au­to­ma­tisch in Ba­lan­ce. Ein Null­punkt kann nicht „aus­ba­lan­ciert wer­den“, denn er ist be­reits die Ba­lan­ce. Auch hier un­ter­lie­gen wir ei­ner Fehl­an­nah­me oder Il­lu­si­on. Je­de Sa­che und je­des Ding ist von Na­tur aus neu­tral; nur un­se­re Be­wer­tun­gen sind es nicht. Es geht al­so we­ni­ger dar­um, ei­ne Ba­lan­ce „zu schaf­fen“ auf ei­ner Welt oder in ir­gend­wel­chen Zu­sam­menhängen, son­dern qua­si in un­se­ren Glau­benssätzen. Das be­deu­tet: so­bald ich aufhöre, Din­ge zu be­wer­ten, und sie ein­fach so las­sen kann wie sie sind, kann ich Ba­lan­ce emp­fin­den – nicht ein­mal er­schaf­fen, denn je­des Ding/Si­tua­ti­on etc. ist be­reits: neu­tral.

Es geht al­so im­mer und über­all nur und aus­sch­ließlich um das Be­wußtsein. Kei­ne Idee, die ich je ha­be, ist „gut“ oder „schlecht“, es ist ein­fach ei­ne Idee, ein Ge­dan­ken­mus­ter, das Ener­gie in ei­ne (be­stimm­te) Rich­tung fo­kus­siert. Ener­gie ist we­der gut noch böse, sie wird nur mit „Ab­sich­ten“ auf­ge­la­den; Ener­gie ist qua­si das Trans­port­mit­tel für Ide­en.

Man mag sich al­so fra­gen, worin „der Sinn“ ei­ner Exis­tenz liegt – nun, ge­nau darin: zu exis­tie­ren. Und so­bald wir den star­ken Fo­kus zurück­neh­men ei­ner z.B. phy­si­schen Exis­tenz, sind wir wie­der kom­plett und ver­bun­den mit un­se­rem ur­sprüng­li­chen persönli­chen Be­wußtsein. Die­se Art des ur­sprüng­li­chen Seins äußert sich durch die spon­ta­ne Um­set­zung je­ner Idee, die mich mo­men­tan in­spi­riert: ich spüre einen Im­puls und fol­ge die­sem oh­ne zu zögern, in­stant­ly.

Ges­tern ha­be ich ge­le­sen, daß qua­si un­se­re My­then – al­so nicht wirk­lich die je­wei­li­gen Erzählun­gen, son­dern mehr das Ver­bun­den-sein mit et­was Ma­gi­schem – uns zu dem macht, was wir sind und un­se­re Evo­lu­ti­on be­stimmt (al­so jetzt mensch­heits­ge­schicht­lich). Das er­gibt Sinn. Das ver­deut­licht auf je­den Fall, wes­halb ei­ne rein auf den Ver­stand aus­ge­rich­te­te Kul­tur qua­si „leb­los“ ist und nicht ge­dei­hen kann. Je­de an­de­re Kul­tur in un­se­rer Vor­ge­schich­te war in die­sem Sin­ne le­ben­di­ger als un­se­re west­li­che Kul­tur. Denn ein ma­gi­scher Raum ist wan­del­bar! In ei­nem ma­gi­schen Raum gibt es „Wun­der“, und ein Wun­der kann al­les bein­hal­ten; ein ma­gi­scher Raum im­pli­ziert zu­min­dest die Möglich­keit, daß ein „Wun­der“ ge­sche­hen könn­te in ge­nau die Rich­tung, die ich mir wünsche. Ein ma­gi­scher Raum bein­hal­tet, daß selbst wenn ich glau­be, ich selbst könne kei­ne Wun­der voll­brin­gen, doch an­de­re da­zu in der La­ge wären (He­xen, Zau­be­rer, Scha­ma­nen, Pries­ter etc.). Das be­deu­tet ins­ge­samt: man ist sehr viel we­ni­ger abhängig von jed­we­den Umständen, denn man glaubt an Wun­der oder an Ände­rung; man glaubt dar­an, daß „das Glück“ einen selbst auch mal er­ei­len kann.

Im Ge­gen­zug muß man in ei­ner Ver­stan­des­welt al­les 1. selbst und mit den ei­ge­nen Händen er­le­di­gen und 2. funk­tio­niert in solch ei­ner Welt al­les nur und aus­sch­ließlich auf je­nen phy­si­schen Ge­set­zen oder so­ge­nann­ten „wis­sen­schaft­li­chen Er­kennt­nis­sen“, die von ei­ner Ob­rig­keit an­er­kannt und „ver­ord­net“ wer­den (et­was ist „wahr“ oder hat Gültig­keit, so­bald es in der Zei­tung steht). Dies macht den Spiel­raum für ei­ge­ne Hand­lun­gen oder Ide­en ex­trem eng. Las­se ich hin­ge­gen zu, daß es auch ma­gi­sche Räume gibt, so bin ich so­fort wie­der viel näher an mei­ner Ur­sprungs­ener­gie, d.h. ha­be wie­der Zu­gang zu Be­rei­chen des Be­wußtseins, die in der Ver­stan­des­welt ab­ge­spal­ten sind.

Es ist ge­nau so, wie Abra­ham es sa­gen: Die Welt, die du erfährst und er­lebst, gleicht ex­akt der Ge­schich­te, die du erzählst – über die­se Welt, über dich selbst und dei­ne Möglich­kei­ten dar­in. Und da­her ist es rich­tig, wenn Sas­ha4 sagt, daß Welt-Vor­stel­lun­gen, die mit dem „ma­gi­schen Raum“ ver­bun­den sind, we­sent­lich fle­xibler sind – z.B. um neue Ide­en zu ver­an­kern oder z.B. aus ei­ner 3D-Welt ei­ne 4D-Welt zu er­schaf­fen.

Es hat nichts da­mit zu tun, „die Welt zu ret­ten“ oder sonst et­was, es geht im­mer und über­all nur und aus­sch­ließlich um den Fo­kus des Be­wußtseins. So­bald ich aber eben der Über­zeu­gung un­ter­lie­ge, ich hätte we­der ein Be­wußtsein noch könne ich durch Fo­kus­sie­rung mei­ner Ener­gie oder Ide­en auch nur ir­gend­was er­rei­chen oder einen Ein­fluß neh­men, ent­zie­he ich mir selbst je­den „Le­bens­saft“ und lan­de bei ei­ner spröden, nicht gut funk­tio­nie­ren­den Welt, die abhängig ist. Abhängig von den Vor­stel­lun­gen und Wünschen an­de­rer, denn ich selbst ha­be mich ja da­von über­zeugt, daß ich „kei­ne Macht“ über ir­gen­det­was ha­be in mei­nem ei­ge­nen Le­ben. Und Vor­stel­lun­gen, Träume, Ge­schich­ten, Ma­gie gar, das wären al­les „Kin­dermärchen“, die nichts be­wir­ken oder aus­rich­ten können. Auf die­se Art und Wei­se bin ich im­mer und über­all abhängig von Ent­schei­dun­gen, die an­de­re tref­fen (ganz gleich ob für mich oder all­ge­mein).

Die­sen Teu­fels­kreis kann ich erst durch­bre­chen, wenn ich wie­der zu der Über­zeu­gung ge­lan­ge, daß ich selbst Ein­fluß neh­men kann auf mei­ne ei­ge­nen Krea­tio­nen. Und zwar nicht durch „die Ar­beit mei­ner Hände“, son­dern in mei­ner Vor­stel­lung, in mei­ner Über­zeu­gung – ganz gleich, ob ich an Wun­der glau­ben mag, an Ge­schich­ten, oder die Kraft des ei­ge­nen Be­wußtseins. Und Hand in Hand geht hier­mit die Über­nah­me der Ver­ant­wor­tung; denn erst, wenn ich weiß, daß ich selbst Schöpfer, Er­bau­er und Ma­gier mei­ner ei­ge­nen Welt bin und mei­nes ei­ge­nen Le­bens (und zwar mit al­lem und je­dem De­tail, das sich dar­in be­fin­det), wer­de ich auch ler­nen und in der La­ge sein, hieran et­was zu verändern. Die Ge­schich­te, die ich mir stets selbst erzähle, über mich und mei­ne Welt, mein Sein und Ge­wor­den­sein, er­zeugt ex­akt die Welt, die ich er­le­be und er­fah­re –ganz gleich, ob mir dies be­wußt ist oder eben nicht.

Geld_Portemonnaie in Schraubstock_credit-squeeze-522549_1280In­dem ich al­so fest­stel­le, daß ich „mehr Geld“ oder deswe­gen (!) einen an­de­ren Job brau­che, be­deu­tet, daß ich gar­nicht dar­an glau­be, daß ich Geld auch oh­ne Job in aus­rei­chen­der Fülle und re­gelmäßig be­kom­men könn­te oder ha­ben dürf­te. So­fort, so­bald ei­ne Geld­quel­le ver­siegt ist, die mich ei­ne zeit­lang „genährt“ bzw. ab­ge­si­chert (un­ten­drun­ter geht es im­mer um das Gefühl der Si­cher­heit) hat, den­ke ich au­to­ma­tisch in die Rich­tung von: Was will ich denn als nächs­tes mal ar­bei­ten?! So ha­be ich mir selbst die­sen Teu­fels­kreis ge­schaf­fen, der kei­nen Aus­weg läßt; das ist mein ei­ge­ner Glau­bens­satz, der bei mir das Geld mit der Ar­beit ver­knüpft. Plus – und das ist wich­tig –, daß ich über­haupt glau­be „ar­bei­ten ge­hen zu müssen“. Ar­beit ist für mich ganz of­fen­sicht­lich et­was ne­ga­tiv de­fi­nier­tes, et­was, das im­mer einen Zwang bein­hal­tet, et­was tun zu müssen, was ich nicht will – ganz gleich, ob es sich hier­bei um Schu­le, Stu­di­um oder ei­ne Er­werbstätig­keit han­delt. Und des­halb sa­gen Abra­ham, daß man an­fan­gen muß, sich selbst ei­ne an­de­re Ge­schich­te zu erzählen – und zwar ge­nau­so ve­he­ment, wie die vo­ri­ge als un­be­wußter Glau­bens­satz ein­ze­men­tiert wur­de.

Zu­dem den­ke ich ja im­mer noch, ich sei „blo­ckiert“ oder „et­was“ würde mich blo­ckie­ren; und schon ma­che ich mich auf die Su­che nach ei­ner mögli­chen Blo­cka­de. Wel­chen Fo­kus ver­wen­de ich denn dann?? 1) den Fo­kus, ich sei blo­ckiert und 2) den Fo­kus, vie­le Pro­ble­me und Han­di­caps zu fin­den. Es geht nicht dar­um, wei­te­re Pro­ble­me zu su­chen und mich da­mit noch mehr aus­zu­brem­sen, son­dern die An­gel aus­zu­wer­fen in Rich­tung mei­ner ei­ge­nen Träume und Vor­stel­lun­gen und mich mit die­sem Fo­kus und die­ser Ener­gie zu ver­bin­den. Das ist es im­mer wie­der und über­all: le­be das Le­ben, was du Le­ben willst! Ver­bin­de dich mit dei­nen Wünschen an­statt mit ei­ner Vor­stel­lung ir­gend­wel­cher Hin­der­nis­se/Blo­cka­den/Pro­ble­me. Es genügt nicht, mir vor­zu­stel­len, oder mir men­tal ein­zu­re­den, Geld fie­le für mich vom Him­mel oder ir­gend­ei­ne mys­te­riöse Be­stim­mung, von der ich grad kei­ne Kennt­nis ha­be; die neue Ge­schich­te muß Durch­schlags­kraft ha­ben – und da­mit sie die­se Kraft erhält, muß ich sie mir per­ma­nent erzählen und nicht bloß hin und wie­der und nicht nur in „Not­si­tua­tio­nen“. Da­mit sie Durch­schlags­kraft be­kommt, braucht sie Le­ben, braucht sie ei­ne emo­tio­na­le Ver­bin­dung, braucht sie den ma­gi­schen Raum! Denn erst der Glau­be an mei­ne ei­ge­ne Ge­schich­te wird sie auch dau­er­haft her­vor­brin­gen können.

Wir aber ma­chen das ver­kehrt­her­um: Wir be­trach­ten un­se­re Rea­lität und sa­gen: das ist der Be­weis, die Rea­lität ist so und so – oh­ne in Be­tracht zu zie­hen, daß wir sie so-und-so ja erst er­schaf­fen ha­ben und da­durch, daß wir sie für starr + fest + un­aus­weich­lich und so re­al hal­ten, sind wir nicht in der La­ge, dar­an auch nur ein My5 zu verändern. Erst wenn wir in der La­ge sind, die­se star­re Vor­stel­lung auf­zu­ge­ben, kann sich über­haupt et­was dar­an verändern. Erst wenn ich an­fan­ge dar­an zu glau­ben, sie könne auch wirk­lich an­ders sein, erhält sie bzw. un­se­re Vor­stel­lun­gen von ihr (der Rea­lität) ein we­nig mehr Fle­xi­bi­lität für Wand­lung, vor­her nicht. Oh­ne den ma­gi­schen Raum bleibt es ein rei­nes Ge­dan­ken- bzw. Ver­stan­des­kon­strukt, was nicht die le­ben­di­ge Ener­gie be­sitzt, um auch nur ir­gen­det­was dar­an zu verändern.

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Fußnoten

  1. Ein Glau­bens­satz ist ein Satz (oder ei­ne An­nah­me etc.), den ich mir wie­der­holt vor­sa­ge. (Die­se schöne De­fi­ni­ti­on ha­be ich von Abra­ham ge­mopst. Abra­ham ist ein nicht­phy­si­sches Kol­lek­tiv­be­wußtsein und wird gechan­nelt durch Esther Hicks.)
  2. Ei­ne von Esther Hicks gechan­nel­te nicht­phy­si­sche En­tität.
  3. Alex­an­dra Da­vid-Néel (1868–1969) leb­te vie­le Jah­re in Asi­en. Sie stu­dier­te bei ei­nem bud­dhis­ti­schen La­ma und wur­de als ers­te Eu­ropäer­in selbst in den Stand ei­nes La­ma er­ho­ben. In Ver­klei­dung be­reis­te sie ver­bo­te­ner­wei­se Ti­bet und be­such­te Lha­sa.
  4. Von Lys­sa Roy­al gechan­nel­te Persönlich­keit ple­ja­di­scher Her­kunft.
  5. My = phy­si­ka­li­sche Ein­heit: 10-6 (ein Mil­li­ons­tel – al­so et­was sehr win­zi­ges, sehr klei­nes).