Bla und Blaah

25. Mai 2016 at 22:52

Sprechen-2_SNIP_geraltGestern Abend ist mir mal wieder klar geworden, wie extrem langweilig ich all das allgemeine Gequatsche so empfinde. Fast nirgends eine Unterhaltung mit Inhalt. Es ist, als würde man damit seine Ohren mit irgendetwas „Verrottetem“ verstopfen, mit Energie, die bereits „tot“ und verbraucht ist, noch bevor die Sätze die Münder verlassen haben. Ich empfinde das mehr und mehr als sehr anstrengend. Denn es sind ja keine Unterhaltungen, die stattfinden, sondern eine Selbstdarstellung folgt der nächsten. Und so viele sind darunter, die als Motor für Lebendigkeit ihr Mundwerk betätigen, die auch dann nicht aufhören zu reden, wenn alles bereits gesagt ist.

Ganz anders wenn ich mich mit I. oder L., P. oder S. unterhalte, denn wir haben den Fokus im wesentlichen auf „Kernthemen“, wollen stets ergründen, wie die Welt funktioniert. Wir erzählen uns nicht bloß Geschichten, die wir erlebt haben, sondern es folgt stets die Frage: Was hat das mit meinem Leben zu tun? Oder: Was macht das mit mir? Oder: Wie kann ich das lösen? Sämtliche Erzählungen und Begebenheiten werden nicht nur heruntergespult, sondern immer in den persönlichen Kontext des eigenen Seins, des eigenen Werdens gestellt; werden hinterfragt oder durchleuchtet von verschiedenen Seiten, immer im persönlichen Bezug.

Deshalb geht mir dieses „Allgemein-Blabla“ so auf die Nerven, weil es ins Leere läuft, keinen Bezugspunkt bildet für Erkenntnisse.

(Spax  25.5.16)

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