bewußte Entscheidungen

28. Juni 2016 at 00:43

Frage-Antwort_SNIP_ColiN00BAbraham:1 Irgendeine Entscheidung ist besser als garkeine. Stimmt. Denn erst eine Entscheidung setzt mich in Bewegung. Wenn ich mich nicht für irgendetwas entscheide, lasse ich alles nur über mich ergehen, sage weder Ja noch Nein zu meiner Welt. Eine Entscheidung setzt einen geistigen Strom in Gang, gibt eine Richtung. Daher ist eine Entscheidung ein Energiefluß, den ich in diese Richtung in Gang setze, es bewegt sich etwas hierdurch. Mit jeder Entscheidung, die ich treffe, bin ich präsenter in der Welt, gestalte sie bewußter nach meinen Wünschen. Ich stärke mein „Ich bin hier“-Gefühl und damit mein Jetzt-Empfinden. Mit jeder Entscheidung gehe ich hinein in die Welt.

Von daher ist es gut, wenn ich mir bei meinen Handlungen sage „Ich entscheide mich dafür, dieses oder jenes zu tun“, selbst wenn es sich um Dinge handelt, die zu Automatismen geworden sind – zum Beispiel wenn ich jede Woche in den Chor gehe. Es ist innerlich ein Unterschied, ob ich zum Chor gehe, einfach weil ich das jede Woche tu′ oder ob ich mir sage: „Yes, heute Abend will ich in den Chor gehen“. Denn mit der Entscheidung wird der Chor zu etwas, was ich wieder und wieder bejahe. Mit einer bewußten Entscheidung nehme ich bewußter dran teil und bejahe all meine Mitsängerinnen und -sänger. Es fällt mir dann generell leichter, Dinge umzusetzen, eben weil ich mich jedesmal dafür entscheide und sage: „Ja, das ist, was ich will“.

Jede Entscheidung holt mich aus meiner geistigen Lethargie, die mich glauben läßt, ich sei nur ein „Ding“, das in diese Welt gesetzt ist und sich passiv hin und her werfen läßt von allem, was geschieht. Jede Entscheidung wirkt daher dem Opfergedanken entgegen. Denn wenn ich mich für etwas entscheide, möchte ich auch an der jeweiligen Situation teilhaben.

Wenn ich mich bewußt für all meine Situationen und Handlungen entscheide, nehme ich bewußter an meinem eigenen Leben teil. Von daher ist es gut, alles, was ich tu′, zu befürworten – „Yes, ich will das“, „Ja, ich mache das“, „Ich mache das, weil ich das will“. Denn so wird mir deutlich, für wie viele Dinge ich mich vielleicht auch unbewußt entschieden habe, die ich möglicherweise nun gar nicht mehr will… Erst wenn ich weiß, daß alles, was ich tu′ auch eine Entscheidung ist, kann ich es gegebenenfalls auch ändern in eine Richtung, die mir besser gefällt. Ja, Entscheidungen zu treffen ist essentiell in dieser Welt. Wenn mir dies bewußt ist, stärke ich zudem meine Souveränität, weil ich weiß, daß alles meine eigene Entscheidung ist!  🙂

(Spax  28.6.16)

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Fußnoten

  1. Abraham ist eine von Esther Hicks gechannelte nichtphysische Entität. Da es sich hierbei um den Ausdruck einer Gruppen-Identität handelt, sprechen sie von sich immer in der Mehrzahl.